Um die akademische Weiterbildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Natur und Technik (MINT) weiter voranzutreiben, hat das Weiterbildungszentrum an der Hochschule München (WBZ) seit Januar 2015 mit dem „Coach MINT Weiterbildung“ die entsprechenden Fakultäten bei der Entwicklung von Weiterbildungsangeboten unterstützt bzw. den Boden für künftige Angebote bereitet.

„Von den Projektergebnissen werden wir langfristig profitieren“, unterstreicht WBZ- Geschäftsführerin Daniela Schuff: „Wir haben nicht nur die nötigen Qualitätsstandards für die Entwicklung von Weiterbildungsangeboten definiert und mit dem berufsbegleitenden Master ‚Ingenieurakustik‘ ein Angebot entwickelt, wertvoll für die Zukunft sind vor allem auch die Rückkoppelungen mit den Unternehmen. Und die besagen u. a.: Es besteht ein hoher Bedarf an kleinteiligen Weiterbildungsangeboten wie zum Beispiel Zertifikatskursen.“

Foto: Daniela Schuff

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Von der Idee und Bedarfsanalyse bis zur Öffentlichkeitsarbeit und Evaluation

Der Coach MINT Weiterbildung kam im Rahmen der WEI TECH OFFENSIVE zum Einsatz, einem vom Bayerischen Kultusministerium geförderten Projekt. Eine speziell qualifizierte WBZ-Mitarbeiterin informierte Fakultäten und Professoren über die diversen Wege, die man in der Weiterbildung gehen könne. „Zertifikate, berufsbegleitende Studiengänge (Bachelor und Master), Modulzertifikate oder Unternehmensschulungen bzw. -programme: Vieles ist möglich“, so Daniela Schuff.

Die einzelnen Rädchen aus Fakultät und Weiterbildungszentrum, aus Hochschule und Ministerium müssen ineinandergreifen. Das beginnt bei der Recherche und bei Bedarfsanalysen, führt über die Einholung von Gutachten, Konkurrenzbetrachtungen und Kalkulation bis hin zu Organisation, Marketing, Pressearbeit und Evaluation – in all den Bereichen unterstützt das WBZ-Team die Professoren, wo es nur geht.

Laut Schuff im MINT-Bereich unabdingbar: „Gerade im Wettbewerb mit anderen Weiterbildungsanbietern ist es wichtig, ganz klar herauszuarbeiten und herauszustellen, dass die forschungsbasierte wissenschaftliche Qualität plus die hervorragenden Rahmenbedingungen mit eigenen Labors etc. an der Hochschule München ihresgleichen suchen.“

Ein deutliches Ergebnis aus den vielen Reaktionen von Unternehmen, die Mitarbeiter aus dem MINT-Bereich beschäftigen bzw. suchen: Neben der wissenschaftlich- akademischer Qualität mit forschungsbasiertem Ansatz, der auch eine spätere Promotion ermöglicht, punktet die Hochschule bei den Unternehmen u. a. mit der Fähigkeit, flexibel auf die Nachfrage an kleinteiligen Weiterbildungsangeboten reagieren zu können.

Dazu Daniela Schuff: „Es muss also nicht immer ein ganzes Studium sein. Dies liegt sicher auch daran, dass Ingenieure weniger Titel-affin sind bzw. ein zusätzliches Studium nicht unbedingt eine Voraussetzung für eine mögliche Beförderung ist. Deshalb sind auch aus Sicht der Arbeitgeber spezifische Zertifikate vielfach interessanter. Und selbstverständlich werden wir auf diesen Bedarf mit entsprechenden Angeboten reagieren.“

Qualitätsstandards als Basis permanenter Vergleichbarkeit

Nachhaltig. Zum Coach MINT Weiterbildung gehörte es auch, Qualitätsstandards für die Studienangebotsentwicklung zu definieren. Von der Bedarfsanalyse bis hin zur Kursumsetzung – die Checklisten, die für den kompletten Prozess der Studiengangentwicklung definiert wurden, sichern nach Überzeugung von Schuff „nicht nur im MINT-Bereich unsere Konkurrenzfähigkeit, da sie auf andere Bereiche der Hochschullehre angepasst werden können. Gerade in der zunehmend unübersichtlicher werdenden Flut von Angeboten ist es entscheidend, einen Rahmen zu schaffen, der eine fundierte Vergleichbarkeit ermöglicht“.

Quelle: Hochschule München

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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