Transformation ist das eine, Disruption das andere. Erstes ist die Pflicht, zweites die Kür. Beides wird gerne stellvertretend für die Digitalisierung verwendet, dabei sind es zwei verschiedene Dinge. Digitale Transformation meint nur selten die Erfindung eines neuen Geschäftsmodells, sondern vielmehr die Digitalisierung von Prozessen innerhalb des Unternehmens. Disruption hingegen ist ein radikaler Umbruch und eine Neuausrichtung des Unternehmenskonzepts. Diese Unschärfe sorgt dafür, dass viele Mittelständler und KMUs davor zurückschrecken, dass Thema Digitalisierung überhaupt anzugehen und sich so selbst ausbremsen.

Digitale Transformation ist da nötig, wo es um Wettbewerbsfähigkeit durch Agilität, Effizienz und Schnelligkeit geht und dort, wo sich Kundenbedürfnisse verändert haben und diese nicht mehr durch die bestehende Value Proposition gedeckt werden können. Oder wenn schlicht um die Akzeptanz am Markt, bei Kunden und Geschäftspartnern zu erhalten. Ein „analoger“ Auftritt wirkt altmodisch und kann schlimmstenfalls zu einem Akzeptanzverlust bei Kunden und Geschäftspartnern führen.

Durchgehend digitalisieren

Das wesentliche Erfolgskriterium für eine digitale Transformation sind durchgehend digitalisierte Geschäftsprozesse und deren konsequente Optimierung. Der große Fallstrick ist, dass Unternehmen dazu neigen, nur die Prozesse zu digitalisieren, die unmittelbar zur Leistungserbringung beitragen beziehungsweise jene, die direkte Touch Points mit den Kunden haben. Was fehlt, ist eine Digitalisierung der unsichtbaren Prozesse einschließlich des Back-Ends. Hier liegt ein enormes ungenutztes Potenzial.

Betrachtet man das Tagesgeschäft von Unternehmen, sieht man viele manuelle Arbeiten, Medienbrüche und riesige Excel-Sheets, deren Pflege immer mehr Zeit in Anspruch nimmt und die sogar an Kunden raus- und hin- und hergeschickt werden. Qualitativ hochwertiger Kundenservice sieht anders aus. Eine durchgängige Digitalisierung der End-to-End Prozesse ist notwendig, um einen zeitgemäßen und antizipierenden Kundenservice zu leisten.

Digitalisierungsplattformen bieten die Möglichkeit, schnell und einfach Geschäftsprozesse zu digitalisieren. Sie bilden eine schlanke Agilitätsschicht, die an Bestandssysteme andockt und deren Funktionen, Daten, Logiken und Geschäftsregeln dann so orchestriert und nutzt, dass Informationen zum richtigen Zeitpunkt für Kunden, Mitarbeiter und Partner verfügbar sind. Zudem sind Digitalisierungsplattformen problemlos skalierbar und dank grafischer Modellierung und Low-Coding auch vom Fachbereich einsetzbar, ohne große IT-Ressourcen zu binden.

Quelle: Rolf Stephan, COO AXON Ivy

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Annalena Rüsche
Annalena Rüsche
Annalena Rüsche befindet sich aktuell in der Vorbereitung zum Studium. Sie absolviert in unserer Redaktion ihr Jahrespraktikum. Im Anschluss will Sie "Medienmanagement" studieren. In unserer Redaktion ist sie aktuell für den Newsdesk zuständig und hält Ausblick nach aktuellen und für unsere Leser wertvollen Informationen. Sie ist unter redaktion@mittelstand-nachrichten.de direkt erreichbar.
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