Technologie

Die Digitalisierung der Produktion

Derzeit wächst die digitale Fertigung weltweit kontinuierlich an: Was bis vor einigen Jahren noch die Ausnahme und vielmehr ein Experiment war, hat sich längst zu einer erfolgversprechenden Technologie gemausert. Der 3D-Druck hat inzwischen in zahlreiche Branchen Einzug gehalten – und das nicht ohne Grund. Denn im Gegensatz zur konventionellen Fertigung bietet er ein enormes Zeit- und Arbeitsersparnis, welches jedem Unternehmen zugute kommen kann.

Die Digitalisierung der Produktion im Jahr 2020

Mit dem 3D-Druck lässt sich die weltweite Klimabilanz aus der Produktion drastisch verringern.
Foto: pixabay.com

Derzeit schätzt man den Markt für intelligente Fertigung auf mehr als 200 Mrd. US-Dollar – Experten erwarten, dass er in den kommenden Jahren noch deutlich wachsen wird. Mit der Entwicklung innovativer Technologien wie dem 3D-Druck zeichnet sich schon jetzt ab, dass schon bald eine neue industrielle Revolution stattfinden wird. So kann die digitale Darstellung des 3D-Drucks die Prozesse bei der Herstellung deutlich effizienter machen. Arbeitsabläufe von der Planung bis hin zum Endprodukt werden einfacher, laufen schneller ab und sind fehlerfrei – eine Qualität, die von Menschenhand meist nicht zu erreichen ist.

Dazu kommen noch weitere Vorteile: Mit dem 3D-Druck lässt sich die weltweite Klimabilanz aus der Produktion drastisch verringern. Weiterhin ergeben sich durch die neue Technologie Einsparungen beim Material, den Betriebskosten und dem Zeitaufwand während des gesamten Fertigungsprozesses. Es versteht sich von selbst, dass sich auch Personalkosten einsparen lassen, weil viele Arbeitsschritte von Robotern ausgeführt werden können – anhand einer vorgegebenen, exakten digitalen Skizze.

Ersatzteile aus dem 3D-Drucker: Weltweite Innovationen in der Fertigung

Derzeit sind auf der ganzen Welt bereits weit mehr als 100.000 3D-Drucker im Einsatz, die vor allem für kommerzielle und industrielle Zwecke zum Einsatz kommen. Das am häufigsten verwendete Verfahren ist hierbei das sogenannte Additive Manufacturing mit einem Anteil von etwa 40 %. Mit dem Einsatz von Hochleistungskunststoffen im täglichen Betrieb ergeben sich schon jetzt deutlich optimierte Produktionsprozesse und hohe Einsparungen bei den Kosten. Hier ist sogar ein Ersparnis von bis zu 90 % gegenüber konventionellen Produktion möglich.

Der 3D-Druck: Die Produktionstechnologie der Zukunft

Das innovative 3D-Druck-Verfahren ermöglicht eine schnelle, kostengünstige On-Demand-Herstellung von Ersatzteilen, Prototypen und anderen Bauteilen. Ein Beispiel: Noch heute lagern Tausende von Kfz-Ersatzteilen in großen Hallen – viele davon sind so alt, dass sie nur noch selten angefragt werden. Hier könnten Bauteile aus dem 3D-Drucker, die explizit auf Kundenwunsch angefertigt werden, hohe Lagerkosten sparen – und natürlich auch Personalkosten.

Zur Qualitätssicherung von 3D-Druckwerkzeugen und den hohen Anforderungen an die Bauteile gerecht zu werden, lassen sich unterschiedliche Hochleistungspolymere mit sehr guten thermischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften verwenden. Darüber hinaus kommt beim 3D-Druck auch vermehrt der Einsatz von Verbundwerkstoffen – wie beispielsweise PEEK mit Kohlefasern – zum Tragen. Das Material zeichnet sich durch eine enorme Hitze- und Korrosionsbeständigkeit aus und eignet sich daher hervorragend für die Produktion verschiedener Bauteile.

Vom klassischen CNC fräsen zum modernen 3D-Druck dank 3D Druck Dienstleister

Schon heute gibt es zahlreiche 3D Druck Dienstleister – Tendenz steigend. Da sich die Technologie in den kommenden Jahren noch stark weiterentwickeln wird und das CNC Fräsen bislang nur die Grundlage darstellt, bleibt es spannend, abzuwarten, wie die Zukunft der digitalen Produktion aussehen wird.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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