Umfangreiche Projekte mit langen Laufzeiten stehen in der Industrienation Deutschland oft auf der Tagesordnung. Doch mit der Größe des Projekts steigt auch die Zahl möglicher Risiken. Um hier eine stetige Validierung der Prozesse zu gewährleisten, eignet sich ein Ansatz besonders. „Systems Engineering wurde aus den Ansprüchen und Besonderheiten der Großprojekte in Raum- und Luftfahrt geboren. Deshalb sind die hier angewandten Methoden geradezu prädestiniert, um auch in anderen Branchen Kosten, Produktentwicklung und das zielführende Arbeiten im Blick zu behalten”, so Georg Hünnemeyer, Systems Engineer und Geschäftsführer der Hünnemeyer Consulting GmbH.

Gefahrenquellen eindämmen

Da insbesondere das Fehlen von adäquaten Zeitplänen für die einzelnen Projektabschnitte Manager aufschrecken lässt, wirkt der Systems Engineer dem Risiko einer ineffizienten Planung mit einer tief gehenden Situationsanalyse entgegen. Eine ausgeprägte Zielklarheit motiviert dabei Team und Führungsetage. Trotzdem steht ein vereinnahmendes operatives Tagesgeschäft oftmals der vollen Konzentration auf das laufende Großprojekt entgegen. „Ein externer Berater, der als Teil des Teams agiert, kann unterstützend in den Bereichen Zeitmanagement und Produktivität wirken und beides im richtigen Maße vorleben”, weiß Hünnemeyer. Außerdem sollte jeder Fortschritt transparent offengelegt werden, damit alle Mitarbeiter über dasselbe Wissen verfügen. Gerade im Mittelstand, wo Großprojekte immer noch als Ausnahme gelten, braucht es sinnvolle und anwendbare Methoden nahe an der täglichen Arbeit. Die Anforderungen unterscheiden sich dabei erheblich von Projekten normaler Größe, sodass zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden müssen.

Größe mit Größe begegnen

Gruppendynamiken entwickeln sich nicht selten zu Blockaden von Innovations- und Veränderungsbereitschaft, da Mitarbeiter sich vorrangig an schon vorhandenen Lösungen orientieren. Auch hier bringt der externe Berater die fehlende neutrale Außensicht mit. Das Hinzuholen eines Experten werten Mitarbeiter jedoch oftmals als Schwäche der Führungsverantwortlichen. Dabei dient es dem Fortschritt des Projekts und spricht für die Größe des Vorgesetzten. „Objektivität fällt generell schwer, wenn Manager und Team mit Herzblut mitwirken. Doch Optimismus und Realismus sollten sich schon die Waage halten, schließlich führt ein Ungleichgewicht möglicherweise zu hohen Schadenssummen. Ein Berater gleicht dieses mögliche Missverhältnis durch Neutralität aus und behält Fortschritt und Verhalten der Mitarbeiter sowie Ziele der Entwickler und der Kunden konsequent im Blick”, erklärt Hünnemeyer. Kurzfristiges Denken verhindern die Methoden des Systems Engineering konsequent. Risiken werden dabei im Systemkontext betrachtet und immer im Zusammenhang mit der aktuellen Projektlage bewertet, sodass das Großprojekt oder Kleinprojekt ohne schwerwiegende Zwischenfälle gelingt.

Quelle: Borgmeier Media Gruppe

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Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou

Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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