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Verfassungsschutz warnt vor Spionage durch vernetzte Autos: Risiken für Politiker und Journalisten

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor Spionagerisiken durch vernetzte Autos. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

Besonders gefährdet seien Personen, die aufgrund ihrer Funktion oder Tätigkeit Zugang zu schutzbedürftigen Informationen haben, erklärte die Behörde auf Anfrage des „Handelsblatts“. Dazu zählten Menschen in herausgehobenen staatlichen, politischen oder wirtschaftlichen Funktionen. Auch Abgeordnete, Journalisten und Beschäftigte kritischer Infrastrukturen könnten einem erhöhten Spionagerisiko ausgesetzt sein.

Die Risiken reichten über Datenverlust hinaus. Angreifer könnten über die Internetverbindung eines Autos Fahrdaten, Telemetrie, möglicherweise auch Aufzeichnungen aus dem Innenraum abgreifen. Gegebenenfalls könnte auf diesem Weg möglicherweise sogar die Kontrolle über ein Fahrzeug erlangt werden, erklärte der Verfassungsschutz. Bei vielen Autos ließen sich zudem Mikrofone aus der Ferne aktivieren.

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Standortdaten können sensible Kontakte offenlegen. Bei ausreichend genauen Daten ließen sich präzise Bewegungsprofile von Personen erstellen, erklärte die Behörde. So könnten etwa Besuche bei Ministerien, militärischen Einrichtungen oder sicherheitsrelevanten Unternehmen sichtbar werden. Werden Smartphones mit dem Auto gekoppelt, können nach Einwilligung auch sämtliche Kontaktinformationen im Fahrzeug gespeichert werden.

Erhöhte Risiken sieht der Verfassungsschutz bei Staaten, die Unternehmen gesetzlich zur Zusammenarbeit mit Nachrichtendiensten verpflichten. Die Behörde nennt ausdrücklich China und verweist auf das Nationale Geheimdienstgesetz von 2017.

Foto: Auto des Bundespräsidenten (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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