Berlin – 28 Millionen Deutsche sind aktive Nutzer einer PAYBACK-Karte. Diese wird bei jedem Einkauf gezückt, um Coupons zu nutzen, Punkte zu sammeln und damit Töpfe, Rucksäcke und Bügeleisen zu einem günstigeren Preis zu erhalten. Die Möglichkeit, sich die gesammelten Punkte als Geldbetrag auszahlen zu lassen, nutzen hingegen nur 3,3 Prozent.

An dieser Stelle knüpfen Cashback-Systeme an. „Seiten wie Shoop und Getmore werben im Gegensatz zu PAYBACK nicht mit Coupons oder Prämien in Form von vergünstigten Produkten“, führt Sophia Böhme von Vergleich.org aus. „Stattdessen bieten Cashback-Seiten an, Anteile des ausgegebenen Geldes wieder zurückzuüberweisen.“

Quelle: VGL Verlagsgesellschaft mbH

Wie funktioniert Cashback?

Betritt ein Kunde über ein Cashback-Portal einen Online-Shop, wird dies im Browser des Besuchers vermerkt. Dadurch wissen Online-Händler genau, welcher Besucher von welchem Portal vermittelt worden ist. Kauft ein Besucher nun ein Produkt, so zahlt der Online-Händler dem entsprechenden Cashback-Portal eine Provision. Diese wird nun weiter an den Nutzer übermittelt.

Es ist jedoch zu beachten, dass die Auszahlung des Cashbacks erst nach Geldeingang und Ablauf der Rückgabepflicht erfolgt. Dies soll einen unrechtmäßigen Erhalt der Provision verhindern.

Nach dem Erreichen des vom Cashback-Anbieters vorgeschriebenen Mindestbetrags kann der Wert auf das Konto ausgezahlt werden. „Cashback Nutzer müssen jedoch darauf achten, dass die Auszahlung bei einigen Anbietern wie Getmore erst ab einem Wert von 20 € möglich ist, erklärt Böhme. Auch sei eine Kombination der Angebote mehrerer Cashback-Portale nicht möglich.

Shoop bietet das größte Sparpotenzial

In der Vergleich.org-Untersuchung wurden Beispieleinkäufe in den 15 umsatzstärksten deutschen Online-Shops getätigt. In jedem Shop wurden 100 € ausgegeben, was einem Gesamteinkauf von 1.500 € entspricht. Mit einem durchschnittlichen Sparpotenzial von 2,32 Prozent hatte Shoop die Nase vorn und konnte sich gegenüber dem Konkurrenten P A YBACK mit einer Durchschnittsersparnis von 0,33 Prozent klar durchsetzen.

Doch wie kommt es dazu, dass Shoops Angebote besser sind als die der Konkurrenz? Alex Wagner von Shoop erklärt: „Shoop wurde vor fünf Jahren gegründet und ist heute deutscher Marktführer. Aufgrund dieser Stellung erhalten wir von den Online-Shops bessere Konditionen und können unseren Kunden deshalb exklusive Angebote ermöglichen.“

Cashbacks nicht in allen Online-Shops möglich

Eine Durchschnittsersparnis von 2,32 Prozent klingt zwar gering, kann sich für versierte Online- Shopper aber durchaus lohnen. „Die recht niedrige Durchschnittsrate kann dadurch erklärt werden, dass Cashback nicht in jedem Online-Shop möglich ist”, führt Sophia Böhme aus. Dies mindere den durchschnittlichen Sparwert stark. „Tatsächlich findet man in einigen Online-Shops sogar Cashback- Raten von bis zu acht Prozent”, führt Böhme weiter aus. „Es ist also durchaus möglich, auch deutlich mehr als 2,32 Prozent zu sparen.”

Coupons statt Cashback

Und wie erklärt PAYBACK überhaupt den geringen Sparwert? Wir haben mit Nina Purtscher von PAYBACK gesprochen und Folgendes herausgefunden: PAYBACK sieht sich nicht als Cashback- Anbieter, sondern als Bonusprogramm. Purtscher erklärt: „Kunden sparen pro Jahr sehr einfach über 200 Euro, wenn sie Coupons und Angebote einsetzen – und das tun quasi alle unsere Kunden. Wir versenden pro Jahr 33 Mrd. Coupons.” Die Coupons sollen ermöglichen, dass durch ausgewählte Einkäufe bei bestimmten Läden und zu bestimmten Zeitpunkten besonders viele Punkte gesammelt werden können.

„Es stellt sich aber die Frage, wie praktisch diese Coupons sind“, merkt Böhme von Vergleich.org an. „Durch ihre teilweise sehr begrenzte Gültigkeitsdauer, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie bereits abgelaufen sind, bevor man sie nutzen kann.“

Quelle: VGL Verlagsgesellschaft mbH

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Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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