Finanzen

Dax am Wochenschluss mit 25.231 Punkten und plus 1,2 Prozent – Infineon führt Gewinner an

Zum Wochenausklang hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.231 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Infineon, die bis kurz vor Handelsschluss mit einem kräftigen Kurssprung um über acht Prozent zulegten, gefolgt von den Papieren von Qiagen und von Hochtief. Am Ende der Kursliste standen dagegen die Aktien von Daimler Truck, die bis kurz vor Handelsschluss mit über einem Prozent im Minus waren, gefolgt von den Papieren von Bayer und SAP.

„Rückläufige Rohölpreise verhalfen dem Dax zum Wochenschluss zu einer Erholung“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Die Hoffnung auf eine Entspannung bei den Energiepreisen wiege für die Anleger „momentan sogar schwerer als die deutlich gestiegene Inflation in der Eurozone.“

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Die europäische Inflation ist im September laut vorläufiger Eurostat-Schätzung von 3,2 auf 3,8 Prozent gestiegen und liegt damit leicht über den Markterwartungen von 3,7 Prozent.

„Dass der Aktienmarkt dennoch steigt, zeigt, wie stark die Anleger derzeit nach vorn schauen. Die Börse handelt heute nicht die Inflation von gestern, sondern die Energiepreise von morgen. Die Hoffnung auf deutlich niedrigere Ölpreise überlagert deshalb momentan selbst einen überraschend kräftigen Anstieg der Teuerungsrate“, so der Marktanalyst weiter.

„Zusätzliche Unterstützung für den Dax kam am Nachmittag aus den USA, wo die Arbeitsmarktdaten deutlich schwächer als erwartet ausfielen und damit den Druck auf die US-Notenbank reduzieren. Der US-Arbeitsmarkt verliert erkennbar an Dynamik, ohne bislang deutliche Rezessionssignale auszusenden. Genau diese Kombination gefällt den Aktienmärkten: Der Arbeitsmarkt ist schwach genug, um den Inflationsdruck zu reduzieren, aber noch robust genug, um keine neuen Konjunkturängste auszulösen“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1260 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8881 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.138 US-Dollar gezahlt (-0,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,17 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 100,60 US-Dollar, das waren 170 Cent oder 1,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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