Wirtschaft

Spritpreisdeckel: Mineralölkonzerne warnen vor Versorgungsengpässen und Bürokratie in Deutschland

Deutschlands Mineralölindustrie warnt vor möglichen Versorgungsengpässen durch den geplanten staatlichen Spritpreisdeckel. Anders als in den „überschaubaren Märkten“ Belgien und Luxemburg, die als Vorbild genannt werden, wäre eine staatliche Preisregulierung im deutschen Markt mit seinen 14.000 Tankstellen „hochkomplex und mit erheblicher zusätzlicher Bürokratie verbunden“, sagte Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie (EN2X), der „Welt am Sonntag“.

Mineralölkonzerne warnen vor Versorgungsengpässen

Wenn ein Preisdeckel „zu niedrig“ gesetzt werde, gefährde das „im schlimmsten Fall die Versorgungssicherheit“. Man teile die Skepsis von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gegenüber dem Preisdeckel. Ein Gesprächsangebot der Bundesregierung nehme man auf jeden Fall an. Den Tankrabatt hält Küchen für ein geeignetes Mittel, um die Kunden zu entlasten.

Auch der Vize-Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag, Sepp Müller, begrüßt den Tankrabatt. „Wir dürfen die Menschen und Unternehmen mit den hohen Spritpreisen nicht alleinlassen. Deshalb ist es wichtig, dass die beschlossene Entlastung schnell und spürbar an der Zapfsäule ankommt“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Und wenn weitere Maßnahmen notwendig werden, müssen sie noch zielgerichteter wirken. Darauf haben wir uns verständigt. Daran muss die Bundesregierung jetzt arbeiten.“

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Foto: Tankstelle (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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