DatenschutzWirtschaft

Schatten-KI im Job: Fast jeder dritte Beschäftigte in Deutschland nutzt nicht-autorisierte KI-Anwendungen

In deutschen Firmen nutzt fast jeder dritte Beschäftigte (29,1 Prozent) beruflich Künstliche Intelligenz, die zuvor nicht offiziell vom Arbeitgeber autorisiert wurde, sogenannte Schatten-KI. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Umfrage umfasst die Selbsteinschätzungen von 5.000 Beschäftigten, die Daten stammen aus dem März und April dieses Jahres.

Schatten-KI wird immer mehr zum Problem für den Datenschutz

„KI erreicht die Arbeitswelt schneller, als viele Betriebe sie organisieren können“, so das IW. Besonders ausgeprägt war der Gebrauch der nicht von den Firmen eingeführten Programme unter Arbeitnehmern, die jünger als 30 Jahre waren (38,4 Prozent), und Führungskräften (34,6 Prozent). Ebenfalls kamen nicht-autorisierte KI-Anwendungen in kleineren Firmen (33,5 Prozent) anteilig bei mehr Mitarbeitern zum Einsatz als in großen Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten (25,5 Prozent).

Umfragen des Branchenverbands Bitkom zeigten bereits vor einigen Monaten, dass in Unternehmen insbesondere Datenschutzbedenken die Freigabe von neuen Programmen verlangsamen. Auch rechtliche Verunsicherungen und die Sorge um Firmengeheimnisse spielen dem Verband zufolge eine große Rolle bei der Einführung neuer Software. Den IW-Experten zufolge sind Restriktionen dennoch der falsche Weg. Formal eingeführte Programme gäben den Firmen mehr Kontrolle. Gibt es autorisierte Programme, so das Papier, würden diese fast doppelt so häufig regelmäßig genutzt wie Schatten-KI.

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Foto: Büros (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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