Hamburg – Sommerzeit ist Urlaubszeit. Das lassen sich die reisefreudigen Deutschen auch in Zeiten von Terror, politischen Krisen und Flüchtlingsströmen nicht nehmen. Dennoch wirkt sich die anhaltend erhöhte Gefährdungslage spürbar auf die Wahl der Reiseziele aus. Viele weichen deshalb auf Reiseziele aus, die als sicherer gelten. So liegen Städtereisen nach Spanien, Griechenland, Italien und Portugal, Irland, Österreich und Polen immer mehr im Trend der deutschen Urlauber. Als Transportmittel auf diesen Reisen sind Taxis besonders beliebt. Doch auch bei einer Taxifahrt gilt: Andere Länder, andere Sitten. Wie viel Trinkgeld ist angemessen? Wie viel Gepäck darf kostenfrei mitgenommen werden? Kann der Fahrer die Mitnahme meines Haustiers ablehnen? Diese und weitere Fragen beantwortet die Taxi App, mytaxi in einem Taxi-Knigge.

Quelle: mytaxi/Storymaker

Muss man am Bahnhof oder Flughafen immer das erste Taxi in der Reihe nehmen?

Fahrgäste in Deutschland und Österreich haben freie Taxiwahl, denn es gilt der “Grundsatz der Vertragsfreiheit.” Wer also lieber in das zweite oder dritte Taxi einsteigen will, muss keine Rücksicht auf die Reihenfolge in der Taxischlange nehmen. Unüblich aber in vielen anderen Ländern: Im Vereinigten Königreich, wo stets großer Wert auf gesittetes Schlangestehen gelegt wird, ist die Beachtung der Reihenfolge entsprechend wichtig. Dort und auch in Italien, Portugal oder Polen ist das vorderste Taxi zu nehmen. Dies gilt ganz besonders an Flughäfen. Apropos, per App angeforderte Taxis (z.B. mytaxi) haben an Flughäfen im Ausland nicht selten einen eigens ausgewiesenen Bereich. Aufgepasst in Spanien! Hier ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass stets das erste Fahrzeug in der Reihe zu wählen ist. Nur falls das Fahrzeug in offenkundig schlechtem Zustand ist oder die gewünschte Zahlungsweise nicht unterstützt, kann der Fahrgast es verweigern.

Wo sitzen: neben dem Fahrer oder auf der Rückbank?

Auch wenn sich die Taxischlangen vor den großen Flughäfen und Bahnhöfen Europas ähneln: Schon beim Einsteigen werden Unterschiede deutlich. Während in Deutschland alleinreisende Fahrgäste häufig auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, sitzen Fahrgäste in Italien, Spanien, Portugal und Polen grundsätzlich hinten. Nur wenn es dort eng wird, weil drei oder vier Personen zusammen reisen, wird in diesen Ländern der Beifahrersitz genutzt. In Irland und Schweden liegt die Entscheidung beim Fahrgast wo er Platz nimmt, üblicherweise aber hinten.

Das Taxi an der Farbe erkennen – geht das?

Der Begriff “Taxigelb” kommt nicht von ungefähr, denn stellen wir uns ein Taxi vor, haben die meisten genau diese Farbe vor dem geistigen Auge. Das klassische kräftige Taxigelb ist mittlerweile eher die Ausnahme. Schwarz – Gelb sind die Taxifarben Barcelonas. In Deutschland sind die meisten Taxen mittlerweile elfenbeinfarben. In der Schwabenmetropole Stuttgart bestimmt der Taxibetreiber sogar nach eigenen Belieben die Farbe. Ebenso in den polnischen Städten Warschau, Danzig und Krakau. Dort ist jede Farbe erlaubt. Das berühmte Londoner Blackcab ist natürlich schwarz. In Rom, Mailand und Madrid werden euch weiße Taxis begegnen. Schwarz wäre dort im Sommer wohl auch viel zu heiß.

Wieviel Trinkgeld ist angemessen?

10%, 20%, Trinkgeld geben oder nicht – und wenn ja, wie hoch? In Deutschland gilt: Man sollte, muss aber nicht. Denn hierzulande sind die Bediengelder im Fahrpreis enthalten. Dennoch sollte es für gute Leistung auch ein gutes Trinkgeld geben. Üblich sind zehn bis zwanzig Prozent des Fahrpreises. Auch in Österreich und Polen wird ein Trinkgeld in Höhe von ca. 10% von Touristen erwartet – auch wenn die Einheimischen nur dann Trinkgeld geben, wenn sie einen besonderen Service erhalten haben. Ebenso in London und Dublin. In Spanien, Italien und Portugal wird kein Trinkgeld erwartet. Möchte man dennoch etwas geben gelten 5% als angemessen.

Übrigens: Irlands Taxifahrer gelten als die freundlichsten auf der ganzen Welt. Ausgezeichneter Service und Freundlichkeit sollten ein Trinkgeld wert sein.

Gepäck: Wieviel und zu welchem Preis?

Während in Deutschland, Österreich und Polen Hand- und Reisegepäck des Fahrgasts in der Regel kostenlos befördert wird, ist in Portugal nur das Handgepäck im Fahrpreis inbegriffen. Reisegepäck kostet 1,60 Euro extra. Ausnahmen sind Kinderwagen oder ein Rollstuhl, die ebenfalls kostenlos befördert werden. Pragmatisch sieht die Regelung in Italien, Spanien und Polen aus: Was in den Kofferraum passt, muss mit, sofern es nicht das Fahrzeug beschädigt oder die Sicherheit beeinträchtigt. In Italien und Spanien werden jedoch in einzelnen Städten zusätzliche Gebühren fällig. So kostet die Beförderung eines zusätzlichen Gepäckstücks, das größer ist als 35 x 25 x 50 cm, in Rom einen Euro. In Barcelona ebenso, aber unabhängig von der Koffergröße. Sehr gründlich ist das Thema in Deutschland geregelt: Hier muss ein Taxi laut Gesetz mindestens 50 Kilogramm Gepäck mitnehmen können. Und wenn beim ersten Versuch nicht das ganze Gepäck in den Kofferraum passt, ist der Taxifahrer sogar verpflichtet, mehrere Beladungsversuche zu unternehmen.

Darf das Haustier mitfahren?

In Italiens Taxis ist das Mitnehmen von Tieren – außer Blindenhunden – grundsätzlich verboten. Hier muss ein spezieller Taxi-Service gebucht werden. Weniger klar ist die Situation für Spanien-Urlauber: Nur wenn der Fahrer zustimmt, darf das Tier an Bord. In Deutschland hingegen dürfen Tiere grundsätzlich mitgenommen werden – allerdings nicht auf den Sitzplätzen. Einzige Voraussetzung ist hier, wie auch in Polen, dass die Sicherheit des Betriebs nicht gefährdet wird und andere Fahrgäste nicht belästigt werden. Außerdem fallen in Deutschland vielerorts Zusatzkosten an – nicht jedoch für Blindenhunde. Sie müssen kostenlos transportiert werden. In Portugal müssen die vierbeinigen Begleiter in Käfigen untergebracht sein.

Darf man im Taxi essen und trinken?

Das Essen und Trinken der Fahrgäste während der Fahrt ist bei Taxifahrern in allen Ländern wenig beliebt, weil es leicht zu Verschmutzungen und Geruchsbelästigung führt. Darüber hinaus ist es in Portugal, Italien und Polen generell verboten und in Spanien zumindest solange der Fahrer es nicht ausdrücklich erlaubt. Auch in Deutschland kann der Fahrer grundsätzlich selbst bestimmen, ob in seinem Auto gegessen werden darf. Hungrige Fahrgäste sollten das vor Fahrtantritt klären. Gegen einen Schokoriegel oder einen Apfel wird kaum jemand etwas sagen. Bei einem Döner, einem Fischbrötchen oder einer Currywurst kann das schon anders aussehen. Daher das Taxi lieber als Transportmittel zum Restaurant nutzen anstatt darin zu essen.

Darf ein Taxifahrer eine Fahrt ablehnen?

Generell haben Taxifahrer und -unternehmen eine Beförderungspflicht – auch bei Kurzstrecken. Das bedeutet, dass sie eine Fahrt nur dann ablehnen können, wenn der Fahrgast eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Betriebs darstellt. Das ist etwa dann der Fall, wenn Personen stark betrunken sind, sich aggressiv verhalten oder eine ansteckende Krankheit haben. Diese Regelung gilt auch in anderen Ländern. In Italien können außerdem Jugendliche unter 18 Jahren ohne erwachsene Begleiter als Fahrgäste abgelehnt werden und spanische Taxifahrer können Fahrten zu gefährlichen Bereichen, wie etwa Drogenumschlagsplätzen, verweigern.

Und kaum zu glauben, aber wahr: Auch Familien mit Kindern können als Fahrgäste abgelehnt werden, wenn das Fahrzeug nicht über genügend Kindersitze verfügt. Beim Bestellen des Taxis sollten Reisende mit Kindern deshalb immer angeben, ob und wie viele Kindersitze sie benötigen.

Extra-Tipp: Taxi einfacher bestellen und bezahlen per mytaxi-App

Eine Taxibestell-App wie mytaxi kann das Taxifahren im Urlaub erheblich vereinfachen – auch im Ausland. Denn mit der nützlichen App kann man nicht nur in über 40 deutschen Städten sein Taxi bestellen und am Ende per App bezahlen, sondern auch in 12 europäischen Metropolen wie z.B. in Rom, Mailand, Madrid, Barcelona, Wien, Lissabon, Warschau, London und Dublin.

Quelle: mytaxi/Storymaker

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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