Berlin – „Strukturschwach ist strukturschwach – egal ob in Ost-, West-, Nord- oder auch Süddeutschland”, erklärt Hans-Hennig von Grünberg, Vorstandsvorsitzender der Hochschulallianz für den Mittelstand. Seine Allianz ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen, die sich der Kooperation mit der regionalen mittelständischen Wirtschaft verschrieben haben. „Von dem jetzt vom BMBF angekündigten Förderprogramm „WIR! – Wandel durch Innovationen in der Region” in Ostdeutschland können aber nur zwei unserer Mitgliedshochschulen, die TH Brandenburg und die FH Magdeburg-Stendal, profitieren. Gerade Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen sind aber in allen strukturschwachen Regionen Deutschlands Innovationstreiber und erster Ansprechpartner für mittelständische Unternehmen”, so von Grünberg weiter.

Als Präsident der Hochschule Niederrhein kennt er die Situation in einer strukturschwachen Region Westdeutschlands. Der Transfer von Know-how, die Ausbildung der Fachkräfte von morgen und die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft seien immens wichtig.

Eine Öffnung des Programms für weitere Regionen in ganz Deutschland wie angekündigt erst ab 2020 komme deshalb viel zu spät. „Es ist jetzt an der Zeit ein Förderprogramm für angewandte Forschung und Innovation in ganz Deutschland aufzulegen und mit wesentlich mehr Geld als nur 150 Millionen”, fordert von Grünberg.

Quelle: Hochschulallianz für den Mittelstand

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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