München Home-Office, flexible Arbeitszeiten oder ein eigener FirmenwagenUnternehmen bieten Mitarbeitern verschiedene Benefits, um sie für sich zu gewinnen oder auch zu halten. Letztendlich ist der ausschlaggebende Punkt für Arbeitnehmer jedoch immer das Gehalt. Eine aktuelle Umfrage, die der Personaldienstleisters Robert Half zur Veröffentlichung seiner Gehaltsübersicht 2020 hat durchführen lassen, zeigt: Erst wenn das Geld stimmt, lassen sich Arbeitnehmer auch mit Zusatzleistungen locken.

Das Gehalt als oberster Maßstab

„Für Arbeitnehmer ist das Gehalt der wichtigste Faktor, um den Wert ihrer Arbeit zu beziffern“, erklärt Sven Hennige. „Ein Mitarbeiter, der sich nicht angemessen bezahlt fühlt, wird nie 100-prozentig glücklich sein.“

Das bestätigen auch die Zahlen: Mehr als jeder zweite Befragte zählt das Gehalt zu den Top 3 Faktoren für die Zufriedenheit im Job. Nur knapp 30 % wären bereit, für Benefits, wie Home-Office oder Weiterbildungen, auf einen Teil ihrer Bezahlung zu verzichten. „Gerade in jüngster Zeit investieren Unternehmen viel in das Angebot zusätzlicher Benefits“, so Hennige. „Das ist auch richtig, aber diese Zusatzleistungen ersetzen keine Gehaltserhöhung. Erst wenn sich die Angestellten gerecht und gut für ihre geleistete Arbeit bezahlt fühlen, lässt sich über weitere Benefits reden. Im Idealfall sind diese im Gespräch für den Mitarbeiter individuell verhandelbar“, rät der Experte.

2020 bleibt der Arbeitsmarkt arbeitnehmerfreundlich

„Der Arbeitsmarkt bleibt ein Arbeitnehmermarkt“, betont Hennige. „Geeignete Kandidaten für offene Positionen sind in vielen Unternehmen rar gesät – das wissen auch die Arbeitnehmer und stellen dementsprechende Forderungen.“ Die Umfrageergebnisse bestätigen dieses Selbstbewusstsein: 20 % geben an, sich nach einem neuen Job umsehen zu wollen, wenn der Chef ihre Anfrage nach mehr Gehalt ablehnt. Weitere 20 % würden zumindest andere Benefits, wie einen eigenen Firmenwagen oder Home-Office-Möglichkeiten, aushandeln. „Um Mitarbeiter langfristig im Unternehmen zu halten, ist es entscheidend, ihnen das Gefühl der Wertschätzung zu geben“, erklärt Hennige. „Vermissen die Angestellten diese Wertschätzung, auch in angemessener finanzieller Form, schrecken sie bei der aktuellen Arbeitsmarktsituation nicht davor zurück, das Unternehmen zu wechseln.“

Work-Life-Balance – vom Modebegriff zur harten Währung

Nur eine Kombination aus guter Bezahlung und zusätzlichen Benefits sorgt für zufriedene Mitarbeiter. Wenig erstaunlich, dass knapp die Hälfte der Büroangestellten ein Jobangebot ablehnen würde, das keine flexiblen Arbeitszeiten oder die Option, von zu Hause aus zu arbeiten, enthält. „Die viel diskutierte Work-Life-Balance ist für die meisten Arbeitnehmer längst eine selbstverständliche Forderung an ihren Arbeitgeber“, bestätigt Hennige. „Vor allem junge Mitarbeiter verschieben ihre Prioritäten und wollen sich auch außerhalb des Jobs verwirklichen. Darauf müssen Arbeitgeber reagieren, um weiterhin attraktiv für Bewerber zu sein.“

Quelle: achtung! GmbH

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