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Finanzielle Engpässe bei KMU – Schnelles Handeln ist essentiell

Es gibt eine Reihe an Szenarien, welche die Liquidität eines Unternehmens ernsthaft gefährden können. Im schlimmsten Fall kann ein Unternehmen so in eine existentielle Krise geraten, wenn nicht zügig und angemessen auf diese Situation reagiert wird. Im Gegensatz zu großen Unternehmen können kleine und mittlere Unternehmen oft schlechter auf entsprechende Situationen reagieren. Schnelles Handeln und je nach Schwere des Liquiditätsengpass auch eine professionelle Beratung, sind unabdingbar, um schnellstmöglich wieder zum Alltagsgeschäft überzugehen.

Externe und interne Risiken

Es gibt zahlreiche Risiken, die zu einem Liquiditätsengpass führen können. Diese Risiken lassen sich zunächst einmal in zwei Kategorien einteilen:

  • Externe Risiken (Zahlungsverzögerungen, Zahlungsausfälle, unerwartete Erhöhung von Rohstoffpreisen etc.)
  • Interne Risiken (Fehlkalkulationen, Fehlplanungen, keine ausreichenden Rücklagen, etc.)

Nicht immer muss es einem Unternehmen schlecht gehen, wenn Liquiditätsprobleme auftreten, im Gegenteil. Als Beispiel sei ein Handwerker mit zehn Angestellten und einer GmbH genannt. Auch mit vollen Auftragsbüchern für das ganze Jahr kann es vorkommen, dass Anfang des Jahres ein finanzieller Engpass entsteht, beispielsweise durch eine unerwartete Steuerrückzahlung. Das Unternehmen läuft eigentlich gut, aber in einer solchen Situation gerät der Handwerker in eine typische finanzielle Klemme. Er muss seine Mitarbeiter bezahlen und zusätzlich den offenen Betrag tilgen. Dieser Liquiditätsengpass muss nun möglichst unkompliziert und effektiv überbrückt werden.

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Drei goldene Regeln für den Umgang mit Liquiditätsengpässen

Das Thema nicht auf die lange Bank schieben

Sobald ein finanzielle Engpass eintritt bzw. schon wenn er sich bemerkbar macht, gilt es schnell zu handeln und nicht zu hoffen, dass es schon gut gehen wird. Da in Sachen Finanzen jeder einzelne Tag zählt, gilt es also schnellstmöglich Lösungen für den Liquiditätsengpass zu finden. Den Engpass zu überbrücken gilt als oberste Priorität, im Zweifel müssen andere Aufgaben erst einmal zurück gestellt werden.

Situation analysieren und Lösungswege finden

Ein finanzieller Engpass kann, muss aber nicht gleich zu einem großen Problem werden. Der jeweilige Einzelfall muss also immer individuell analysiert werden. Dabei spielen folgende Fragen eine entscheidende Rolle: Wie konnte es zu dem Liquiditätsproblem kommen? Wie lassen sich etwaige selbstverschuldete Fehler in Zukunft vermeiden? Um was für einen Betrag geht es überhaupt? Gibt es einen oder mehrere Schuldner? Lassen sich Zahlungen eventuell aufschieben oder in Raten abzahlen? Kann man möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf Geldmittel zurückgreifen und wenn ja, wann ist mit dem nächsten Geldeingang zu rechnen?

Unter Umständen professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Je nachdem wie gravierend der finanzielle Engpass ist, kann es unter Umständen sinnvoll sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mit einem KMU-Berater lassen sich gemeinsam Lösungswege erarbeiten, wie zum Beispiel einen Überbrückungskredit.

Welche Maßnahmen können ergriffen werden?

Je nach Situation bieten sich unterschiedliche Maßnahmen an, um den Liquiditätsengpass schnellstmöglich zu überwinden. Dazu gehören beispielsweise das Verschieben von Investitionen auf einen späteren Zeitpunkt (was unter Umständen auch steuerliche Vorteile mit sich bringen kann), eine mögliche Vereinbarung über einen Zahlungsaufschub beim Finanzamt oder der Aufschub von Personalzahlungen. Auch ist es möglich zukünftig Anzahlungen von Kunden zu verlangen oder die Vorratshaltung zu verringern, um die Ausgaben zu reduzieren.

Sollten Kunden ihre offenen Rechnungen nicht begleichen kommt unter Umständen auch die Beauftragung eines Inkassounternehmen oder das sogenannte „Factoring“ infrage, bei welchem offene Forderungen an einen speziellen Dienstleister verkauft werden. Wenn alle diese Maßnahmen keine effektive Lösung sind, kommt man meist nicht an einem Überbrückungskredit vorbei. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten. Selbstverständlich lassen sich Kredite auch bei der Hausbank aufnehmen, nicht immer ist dies jedoch die beste Variante. In bestimmten Fällen kann es vorkommen, dass das benötigte Kapital möglichst schnell zur Verfügung stehen muss und kein Aufschub gewährt werden kann. Um in einer solchen Situation lange Wartezeiten für einen Überbrückungskredit zu vermeiden, bietet sich die Aufnahme eines Sofortkredits an. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie unkompliziert zu beantragen sind und meist schon innerhalb weniger Minuten über die Vergabe entschieden wird.So kann man innerhalb kürzester Zeit auf das benötigte Geld zugreifen.

Für Freiberufler und Selbstständige ist in besonders eiligen Fällen unter Umständen auch der Sofortkredit von Kredupay eine gute Alternativoption. Wenn absehbar ist, dass die benötigte Summe innerhalb eines Monats zurückgezahlt werden kann, ist diese Möglichkeit der Geldmittelbeschaffung die unkomplizierteste.

In Zukunft vorsorgen

Im besten Fall lässt man es gar nicht dazu kommen, dass ein Liquiditätsengpass überhaupt entstehen kann. Dazu gilt es zunächst einmal die internen Risiken weitestmöglich zu minimieren und zusätzlich regelmäßige Rücklagen zu bilden. Kleine und mittelständische Unternehmen haben erfahrungsgemäß nicht die Möglichkeit Rücklagen in Höhe von großen Unternehmen zurückzulegen, dennoch lässt sich durch konsequente Rücklagenbildung ein Polster schaffen, mit welchem man gelassener auf finanzielle Engpässe reagieren kann.

Veröffentlicht von:

Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Mittelstand-Nachrichten und schreibt über innovative Produkte und die Macher im deutschsprachigen Mittelstand. Für Fragen und Anregungen nutzen Sie bitte folgende Kontaktdaten:
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