In jedem Job gibt es gute und schlechte Tage. Negative Stimmung bei der täglichen Arbeit darf aber nicht zum Dauerzustand werden – ein gewisses Maß an Zufriedenheit sollte das Ziel sein. Die Realität sieht aber häufig anders aus, wie eine aktuelle Umfrage eines Personaldienstleisters zeigt: Ein Drittel der Befragten ist im Job unzufrieden. Besonders dramatisch: Die Hälfte der Betroffenen bemüht sich trotzdem nicht aktiv um einen Jobwechsel.

Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Jeder Zweite (52 %) nennt Vorzüge des aktuellen Arbeitgeber wie flexible Arbeitsmodelle oder ein gutes Gehalt. Rund ein Drittel der Unzufriedenen (31 %) glaubt nicht, dass sich ihre Situation bei einem anderen Arbeitgeber bessern würde. Weitere 21 % von ihnen beklagen den Mangel attraktiver Arbeitgeber als Alternative in der Region.

„Unwohlfühlfaktor“ hat Einfluss über den Job hinaus

„Die Unzufriedenheit der Arbeitnehmer wirkt sich negativ auf die Arbeitsmoral und die Motivation aus und sorgt für schlechte Stimmung im gesamten Team“, so Sladjan Petkovic, Managing Director bei Robert Half. Unzufriedenheit im Job darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie schnell in einem Burnout oder Boreout enden kann.

Die Suche nach der tatsächlich passenden Stelle ist jedoch keine leichte Aufgabe. „Wir beobachten, dass Arbeitnehmer sich häufig von zu langen Bewerbungsprozessen oder möglichen Verschlechterungen der Rahmenbedingungen im neuen Job abschrecken lassen“, erklärt Petkovic. Für ihn ein fataler Fehler, denn es gibt zahlreiche Angebote, die Arbeitnehmern helfen, den ersten Schritt in Richtung Jobwechsel zu machen: „Berufsnetzwerke eignen sich hervorragend, um sich über aktuelle Jobangebote zu informieren und professionelle Personalvermittler erhöhen durch gezielte Jobinterviews die Chance, Stellen zu finden, die wirklich zum Bewerber passen.“

Sie haben angegeben, derzeit unzufrieden in Ihrem Beruf, aber nicht aktiv auf Jobsuche zu sein. Was sind die Gründe dafür?

  • Zwar bin ich mit vielen Aspekten meines derzeitigen Jobs unzufrieden, es gibt aber auch Vorzüge auf die ich nicht verzichten möchte (z.B. flexible Arbeitsmodelle, Gehalt, Standort). 52 %
  • Ich glaube nicht, dass sich meine Situation in einem anderen Unternehmen verbessert. 31 %
  • In meiner Stadt/Region gibt es keine anderen interessanten Arbeitgeber. 21 %
  • Der Aufwand einer Bewerbung inklusive Bewerbungsverfahren ist mir zu groß. 20 %
  • Zwar bin ich mit dem Job nicht zufrieden, ich möchte mich aber nicht von den Kollegen in meinem Team trennen. 20 %
  • Ich habe momentan keine Zeit Bewerbungen zu schreiben. 17 %
  • Ich möchte mich der Konkurrenzsituation, die Bewerbungsprozesse bedeuten, nicht aussetzen. 14 %
  • Ich habe nicht die geforderten Qualifikationen, die für einen Jobwechsel notwendig wären. 10 %

Quelle: Robert Half

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Annalena Rüsche
Annalena Rüsche
Annalena Rüsche befindet sich aktuell in der Vorbereitung zum Studium. Sie absolviert in unserer Redaktion ihr Jahrespraktikum. Im Anschluss will Sie "Medienmanagement" studieren. In unserer Redaktion ist sie aktuell für den Newsdesk zuständig und hält Ausblick nach aktuellen und für unsere Leser wertvollen Informationen. Sie ist unter redaktion@mittelstand-nachrichten.de direkt erreichbar.
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