Die Meisten verbinden den Campingurlaub vor allem mit den Sommerwochen. Wenn es angenehm mild ist, lassen sich durchaus einige Nächte im Freien verbringen. Wintercamping ist dagegen weniger bekannt und ist vor allem den Hartgesottenen vorbehalten. Tatsächlich gibt es beim Wintercamping einige Dinge, die bedacht werden müssen.

Durch Haut und Muskeln versucht sich der Körper gegen Kälte zu schützen. Im Winter ist er dabei einer besonderen Beanspruchung ausgesetzt.

Die richtige Vorbereitung ist wichtiger

Beim Wintercamping werden die eisigen Temperaturen schnell zur echten Belastungsprobe. Daher braucht es für das Zelten in der kalten Jahreszeit zum einen gutes Equipment und zum anderen Weitsicht. Das Campen sollte immer an die eigene Fitness und den persönlichen Leistungsstand angepasst werden.

Quelle: StockSnap / pixabay.com

Wer im Winter campen möchte, sollte nicht spontan starten, sondern sich umfassend vorbereiten. Entgegen der allgemeinen Vermutung ist das individuelle Kälteempfinden genetisch nämlich keineswegs vorbestimmt, sondern kann mit ein wenig Engagement trainiert werden. Damit das Kältetraining des Körpers Wirkung zeigt, sollte schon früh damit begonnen werden. Entscheidend ist es dabei, dass dem Körper gezielt, aber eben auch kontrolliert Kälte zugeführt wird.

Dieses Kältetraining muss natürlich individuell angepasst werden, wobei es darauf ankommt, sich langsam heranzutasten. Ideal sind Wechselbäder, kalte Duschen und auch regelmäßige Spaziergänge im Freien. Auch wenn sich der Körper an die Kälte gewöhnt hat, kann es natürlich passieren, dass man beim Wintercamping friert. In diesem Fall muss der Kreislauf ein wenig in Schwung gebracht werden. Am besten geht das mit einer kurzen Sporteinheit aus Kniebeugen und Hampelmännern.

Das richtige Zelt fürs Wintercamping

Beim Wintercamping ist ein gutes Zelt unerlässlich, denn es stellt immer eine Kältebarriere dar. Sowohl bei einem Erwachsenen als auch bei einem Kinderzelt muss die Bauweise für den Winter stabiler und das Material ein wenig dicker sein. Wichtig ist, dass das Gestänge so robust ist, dass auch eine eventuelle Schneelast dem Ganzen nichts ausmachen kann. Grundsätzlich sollten einige Ersatzstangen zum Wintercampen mitgenommen werden, damit im Notfall reagiert werden kann.

Weiterhin muss das Zelt ein wenig größer ausfallen. Zum Wintercampen wird einfach viel mehr Ausrüstung mitgenommen. All das muss natürlich im Zelt seinen Platz finden, weshalb die Fläche nicht zu knapp sein sollte. Die Öffnungen des Eingang sollten oben angebracht sein, sodass sich auch nach starkem Schneefall das Zelt leicht öffnen lässt.

Im Winter ist der Zeltaufbau natürlich eine besondere Herausforderung, denn bei Kälte fallen die Handgriffe nicht leicht. Wenn nicht viel Schnee gefallen ist, kann der Untergrund zunächst freigelegt werden. Dafür sollte zum Wintercamping immer eine Lawinenschaufel mitgenommen werden. Im Idealfall wird das Zelt auf dem nackten Erdboden aufgestellt, da hier die Kältebelastung nicht so hoch ist wie bei Eis und Schnee.

Im Winter wird weiterhin ein guter Schlafsack gebraucht. Dieser besitzt im besten Fall neben einer Konturkapuze auch einen Wärmekragen, der sich mit wenigen Handgriffen zuziehen lässt. Grundsätzlich sollte auch hier auf dickes Material geachtet werden. Gleichzeitig muss der Schlafsack aber auch zur eigenen Körperform passen. Der Schlafsack darf nicht zu groß sein, da sonst unangenehm kalte Hohlräume vorhanden sind.

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