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Y-Bahntrasse droht angeblich das Aus

Hannover. Der Y-Bahntrasse zwischen Hannover, Hamburg und Bremen droht angeblich das Aus. Die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichtete am Montag, das Projekt stehe bei der Deutschen Bahn auf einer internen Streichliste. Grund seien die leeren Kassen des Bundes, der das Schienennetz größtenteils finanziert.

Die Zeitung beruft sich auf ein Geheimpapier der Deutschen Bahn. Demnach seien viele Neubauten nicht finanzierbar. Auch für die Anbindung der geplanten Fehmarnbelt-Querung in Schleswig-Holstein sowie das Millionenprojekt «Stuttgart 21» könnte es finanziell eng werden.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) nutzte den Bericht zur generellen Kritik an der geplanten Y-Trasse. «Hoffentlich ist das jetzt das endgültige Aus», sagte Michael Frömming, Landesvorsitzender des VCD. Für die norddeutschen Seehäfen sei eine Absage des Projekts «eine große Chance, die effektiveren Alternativen schneller realisiert zu bekommen». Frömming zeigte wenig Verständnis dafür, dass die niedersächsische Landesregierung noch an den «veralteten Planungen zur Y-Trasse» festhalte. Er forderte Politik und Wirtschaft auf, sich jetzt schnell mit dem Ausbau der bestehenden Bahnlinien zu den Seehäfen zu befassen.

Bereits im November hatte es Berichte gegeben, nach denen sich der Bund aus der Finanzierung der Planungskosten für die Y-Trasse zurückziehen wollte. Die Länder Niedersachsen und Bremen hatten darauf erbost reagiert. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) dementierte jedoch wenige Tage später und machte klar, dass der Bund für die Planung 20 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

Der Aus- und Neubau der Schienenverbindung von Hamburg und Bremen nach Hannover soll die Hinterlandanbindung der Seehäfen an der Nordsee stärken.

ddp.djn/jsp/mbr

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