Kopfschmerzen, Allergien und Atembeschwerden: Wohngifte wie Formaldehyd und Co. können krank machen und finden sich häufig auch in Möbeln. Experten warnen, dass die gesetzlichen Vorgaben nicht ausreichen, um ein gesundes und emissionsarmes Wohnumfeld zu garantieren. Ein neues Label der „Deutschen Gütegemeinschaft Möbel“ (DGM) soll das ändern: Es geht weit über das gesetzliche Maß hinaus und gibt Verbrauchern Orientierungshilfe.

 Foto: hülsta/spp-o

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„Gesundes Wohnen steht auf der Agenda von Qualitätsherstellern ganz oben“, erklärt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning. Durch immer strengere Wärmeschutzverordnungen sind Wohnräume mittlerweile so gut gedämmt, dass sich der natürliche Luftaustausch stark verringert. Als Folge können sich Schadstoffe aus Tapeten, Bodenbelägen und Möbeln in der Raumluft anreichern und Kopfschmerzen, Allergien oder Asthma auslösen.

Möbel tragen zu Luftqualität bei

Das neue DGM-Label soll Verbrauchern Sicherheit beim Möbelkauf geben und ihnen ein gesundes Wohnumfeld garantieren. „Durch sauber produzierte Einrichtungen lässt sich das Risiko mindern – sie tragen entscheidend zu guter Wohnraumqualität bei“, ist sich Manfred Bräuer, Umweltexperte bei hülsta, sicher. Der westfälische Möbelhersteller gilt als „grüner Pionier“ der Möbelbranche und treibt Umweltanliegen aktiv voran. Das Unternehmen war deshalb von Anfang an bei der Entwicklung des Emissionslabels beteiligt und hat alle Produkte prüfen lassen.

Schluss mit Schadstoffen

Verbraucher erkennen das Label optisch an seiner Ähnlichkeit mit dem Energieklasse-Aufkleber bei Elektrogeräten und der Einstufung in die Klassen A, B, C und D. Dabei entspricht die Emissionsklasse A beispielsweise den hohen Anforderungen des „Blauen Engels“, die Emissionsklasse D den gesetzlichen Grenzwerten. Möbelhersteller, die es tragen wollen, müssen ihre Produkte umfangreichen Tests unterziehen: Das Holz sollte aus nachhaltigem Anbau stammen, die Möbel möglichst wenig Schadstoffe enthalten.

 Foto: hülsta/spp-o

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Orientierung für Verbraucher

Massivholzmöbel gelten als relativ emissionsarm. Doch bei allen anderen Möbeln können Verbraucher nicht erkennen, wie stark beispielsweise der Leim die Raumluft belastet. Auch die Oberflächenbehandlung soll einerseits im Alltag bestehen, andererseits nicht oft nachbehandelt werden müssen – das Label schafft hier für Laien Klarheit.

Quelle: akz

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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