Berlin – Der Zusammenbruch einer Check-in-Software sorgte heute für Probleme an Flughäfen auf der ganzen Welt. Adrian Kreller erklärt, worauf Passagiere nun achten müssen. Er ist Fluggastexperte und deutscher Country Manager des weltweit führenden Fluggastrechte-Portals, AirHelp (www.airhelp.com).

“Der Ausfall der Check-in-Software Amadeus Altea kann dazu führen, dass Fluggäste auf der ganzen Welt ihre Urlaubsreisen verpassen, ihr Gepäck verlieren oder sogar am Flughafen stranden. Die Software wird bei 64 Prozent aller Flüge der Star Alliance, 75 Prozent der Oneworld-Allianz-Flüge und 53 Prozent aller Flüge der Sky Team-Allianz eingesetzt. Das bedeutet, dass insgesamt 120 Airlines, unter anderem British Airways, Air France, KLM und Lufthansa von den Problemen betroffen sein können.

“Unter Umständen stellt die IT-Panne keinen außergewöhnlichen Umstand dar. Das bedeutet, dass betroffenen Passagieren möglicherweise eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro zusteht, wenn ihr Flug aufgrund des Software-Ausfalles verspätet ist oder ausfällt. Außerdem muss die Airline dann dafür sorgen, dass die Passagiere mit Lebensmitteln versorgt werden, die Möglichkeit erhalten, ein Telefonat zu führen, eine E-Mail zu versenden und wenn nötig sogar eine Hotelunterkunft erhalten”.

Flugausfälle- und Verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlungen ist abhängig von der Länge der Verspätung am Zielort, der Flugdistanz sowie des Grundes für die Verspätung oder den Ausfall. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin durchsetzen.

Entschädigungsanspruch noch am Gate prüfen

Mit der AirHelp-App können betroffene Passagiere noch am Flughafen prüfen, ob ihr Flug zu einer Entschädigung berechtigt. Dafür reicht es das Bordticket mit dem App-internen Boarding-Pass-Scanner einzuscannen. Anschließend haben Passagiere zudem die Möglichkeit AirHelp damit zu beauftragen ihr Recht auf eine Entschädigung bei der Airline Geltend zu machen. Die AirHelp-App gibt es gratis im Google Play Store und im App-Store von Apple.

Quelle: AirHelp/Tonka GmbH

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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