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Volkswagen rechnet trotz sattem Absatzplus mit schwierigem Jahr

Wolfsburg. Der Autokonzern Volkswagen hat zum Jahresauftakt trotz der in vielen Ländern inzwischen ausgelaufenen Verschrottungsprämien erneut ein sattes Absatzplus verbucht. Weltweit seien im Januar 538 500 Fahrzeuge ausliefert worden, teilte der Wolfsburger DAX-Konzern am Freitag mit. Das entspreche einem Plus von 41,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Konzernvertriebsvorstand Christian Klingler warnte aber: «Das gute Ergebnis sollte nicht über die im Jahr 2010 vor uns liegenden Herausforderungen täuschen.» Den DAX-Konzern erwarte ein sehr schwieriges Jahr.

Der Zuwachs bei der Kernmarke VW lag im Januar den Angaben zufolge bei 46,2 Prozent auf 359 300 Fahrzeuge. Vor allem in China verzeichneten die Wolfsburger demnach einmal mehr ein deutliches Plus. Erfolgsgarant war der Golf, der weltweit 45 600 Mal ausgeliefert wurde (+55,8 Prozent). Der Polo legte um 82,8 Prozent auf 40 200 Einheiten zu.

Aber auch die anderen Marken des Konzerns, der zu den drei größten Herstellern der Welt gehört, entwickelten sich laut Volkswagen positiv. So setzte die Oberklasse-Tochter Audi weltweit 77 800 Fahrzeuge und damit 38,6 Prozent mehr ab. Die tschechische Marke Skoda steuerte ein Plus von 74,5 Prozent auf 54 100 Wagen bei. Auch das spanische Sorgenkind Seat konnte – dank eines Wachstums in Westeuropa – die Verkäufe deutlich steigern. Das Plus im Januar lag bei 22,9 Prozent auf 24 300 Fahrzeuge.

In Deutschland lieferten die Marken des VW-Konzerns im Januar 71 800 Fahrzeuge aus, was einem Plus von 34,6 Prozent entspricht. «Die Nachwirkungen der Umweltprämie haben im Januar noch einmal für ein ordentliches Plus gesorgt. Diese Entwicklung wird sich im Jahresverlauf aber deutlich abschwächen», sagte Klingler.

Auf dem europäischen Gesamtmarkt verkaufte VW 242 800 (plus 32,2 Prozent) Autos. In den USA legten die Auslieferungen um 40,1 Prozent auf 24 600, in China sogar um 98,8 Prozent auf 166 900. Erneut schwach entwickelte sich der russische Markt, der im Zuge der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr um etwa die Hälfte eingebrochen war. Dort verkaufte VW 5100 Autos, was einem Minus von 22,3 Prozent entspricht.

ddp.djn/mbr/jwu

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