Mülheim an der Ruhr. Der Handelskonzern Tengelmann verkauft seine Auslandstöchter der Plus Eastern Europe GmbH in Bulgarien und Rumänien an den Konkurrenten Lidl. Das gaben beide Konzern am Freitag bekannt. Der Discounter Lidl sei bislang in beiden Ländern nicht operativ tätig gewesen. Dem Verkauf müssten noch die Kartellbehörden zustimmen.

In Bulgarien betreibt Tengelmann den Angaben zufolge seit Oktober vergangenen Jahres unter der Marke Plus 23 Einzelhandelsfilialen mit 820 Mitarbeitern. Seit 2005 ist das Unternehmen zudem in Rumänien mit zuletzt 96 Filialen und mehr als 2000 Beschäftigten aktiv.

Die beiden Plus-Töchter sind laut Tengelmann in den jeweiligen Ländern Marktführer. Die Mitarbeiter sollen von Lidl übernommen werden.

Zu der Unternehmensgruppe Tengelmann gehören unter anderem die Baumarktkette OBI, der Textildiscounter KiK sowie die Lebensmittelhändler Kaiser’s Tengelmann, Plus sowie A & P. Im Rumpfgeschäftsjahr 2008 (1. Mai bis 31. Dezember) seien mit insgesamt mehr als 4350 Filialen und 83 655 Mitarbeitern in 15 Ländern Europas rund 12,4 Milliarden Euro erlöst worden. 9,5 Milliarden Euro seien dabei auf Deutschland entfallen.

Vor dem Hintergrund der Fusion des Tengelmann-Discounters Plus mit der Edeka-Tochter Netto zu dem neuen Gemeinschaftsunternehmen «Netto Marken-Discount» hatte Tengelmann einen Teil der insgesamt 2900 Plus-Märkte in Deutschland an Wettbewerber verkaufen müssen.

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