Köln. Die insolvente Warenhauskette Woolworth geht an ein Konsortium um die Gesellschafter von Tengelmann und den Textildiscounter Kik. Es sei nach «intensiven und konstruktiven Gesprächen» gelungen, eine Vereinbarung mit der HH-Group unter Berücksichtigung der Interessen der Gläubiger und der Perspektiven für die Mitarbeiter zu treffen, sagte Pietro Nuvoloni, Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann, am Freitag der Nachrichtenagentur ddp. Die insgesamt 162 Filialen mit rund 4300 Beschäftigten sollen erhalten bleiben.

Der Vereinbarung müssen den Angaben zufolge noch der Gläubigerausschuss und das Bundeskartellamt zustimmen. Über den Verkaufspreis sei mit dem Käufer Stillschweigen vereinbart worden.

Die Restrukturierung der Märkte und der Einsatz der Mitarbeiter hätten Woolworth zum Erfolg geführt, sagte der Sprecher weiter. Die Warenhauskette sei völlig neu aufgestellt. Die Holding sei auf den Insolvenzverwalter zugekommen, sagte der Sprecher weiter.

Anfang Juli 2009 war das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Damals arbeiteten in 310 Filialen insgesamt 9700 Mitarbeiter.

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