Berlin. Beim Thema Handy haben Senioren im Vergleich zu den jüngeren Generationen offenbar weiter Berührungsängste. Wie der Branchenverband Bitkom am Sonntag mitteilte, besitzt nur jeder zweite der über 65-Jährigen ein Mobiltelefon. Bei den 50- bis 64-Jährigen verzichte rund ein Viertel auf die Nutzung eines Handys.

«Viele ältere Menschen trauen sich an Handys nicht heran, obwohl es spezielle Angebote gerade für Senioren gibt», sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied René Schuster. Beispielsweise gebe es mittlerweile eine Reihe von besonders leicht zu bedienenden Geräten, die sich zum Teil sogar auf die Grundfunktionen Telefonie sowie Kurznachrichten beschränkten und zudem eine spezielle Notruftaste besäßen. Gerade für ältere Menschen mit gesundheitlichen Problemen sei diese Funktion von Vorteil, sagte Schuster.

Bei den Jüngeren gehört das Handy den Angaben zufolge dagegen zur Grundausstattung. Von den 30- bis 49-Jährigen verfügten nur acht Prozent nicht über ein Mobiltelefon. Bei den 14- bis 29-Jährigen seien es sogar nur drei Prozent. Mitunter besäßen die Nutzer sogar mehrere Geräte. Etwa jeder Fünfte habe mindestens zwei Handys. Bei den unter 50-Jährigen verfügten fast 60 Prozent der Befragten über mindestens zwei Mobiltelefone, ein Viertel sogar über drei oder mehr Geräte.

Für die repräsentative Erhebung hat Bitkom den eigenen Angaben zufolge 1003 Personen ab 14 Jahre in Privathaushalten befragen lassen.

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