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Streit um künftigen Vorstandsvorsitzenden der BayernLB

München. Bayerns Landesbank kommte nach Verlusten in Milliardenhöhe nicht zur Ruhe. Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (Freitagausgabe) gibt es Streit, wer die Staatsbank künftig leiten soll. Der kommissarische Vorstandsvorsitzende Stefan Ermisch habe wenig Chancen, auf Dauer Bankchef zu werden, obwohl sich die FDP in Bayerns Regierungskoalition massiv für den 44-jährigen Manager einsetze. Der von Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) geleitete Verwaltungsrat, der die BayernLB beaufsichtigt, sucht nach Angaben aus Regierungskreisen andere Kandidaten. Das Finanzministerium äußerte sich dazu nicht.

Der Verwaltungsrat sah bei einer Sitzung in München davon ab, Ermisch zum Nachfolger des Ende 2009 abgetretenen Michael Kemmer zu benennen. Kemmer hatte wegen des Fiaskos der BayernLB bei der Hypo Alpe Adria gehen müssen. Die Hängepartie ärgere die FDP. «Wir brauchen Ruhe in der Bank. Jeder Tag, um den die Entscheidung verzögert wird, ist schlecht», sagte der FDP-Landtagsabgeordnete Franz Xaver Kirschner. Kirschner bezeichnete Ermisch als «hervorragenden Manager». Kirschner gehört der Kontrollkommission des Landtags für die BayernLB an. Auch Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP), der im Verwaltungsrat sitzt, soll viel von Ermisch halten.

ddp/arh

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