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Spanien will Solarförderung um 30 Prozent kürzen

Madrid. Spanien will die Solarförderung kräftig zusammenstreichen. Mit der Reduzierung um 30 Prozent könnten rund 740 Millionen Euro eingespart werden, sagte Industrieminister Pedro Marin am Donnerstag. Das Kabinett sollte den Plänen noch am gleichen Tag zustimmen. Auch nach der Kürzung wären Solarenergie-Projekte profitabel, sagte Marin weiter.

Internationale Investoren waren gegen die Neuregelung Sturm gelaufen. Die Pläne könnten zu Insolvenzen bei den Projektbetreibern und weiteren notleidenden Krediten für Europas Banken führen, hatten sie am Mittwoch gewarnt.

Angesichts stark steigender Strompreise und der Rezession sieht sich Spanien zur Kürzung der Solarförderung gezwungen. Solarenergie trägt rund drei Prozent zur spanischen Stromerzeugung bei. Rund die Hälfte der spanischen Förderung für erneuerbare Energien entfällt auf die Solarenergie.

Spanien gehörte wegen der starken Solarförderung zu den größten Märkten weltweit. 2009 hatte das Land für die Subventionen eine Obergrenze von 500 Megawatt festgelegt, worunter insbesondere auch deutsche Anlagenhersteller litten.

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