Drei MdB aus dem Vogtland zu  Gast bei textilen NEMO-Netzen in Oelsnitz

Oelsnitz/Vogtland. Zwei mittelständische Unternehmensnetze aus Oelsnitz und Plauen entwickeln mit Praxis- und Forschungskompetenz ihrer Partner neue Textilinnovationen für die Gebäudeklimatisierung/Energieerzeugung bzw. die Bereiche Bau/Architektur. Die vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen von ZIM-NEMO geförderten Verbünde waren Mitte September Gastgeber für drei Mitglieder des Bundestages aus dem Vogtlandkreis: Joachim Günther (FDP), Robert Hochbaum (CDU) und Rolf Schwanitz (SPD).

Die beiden NEMO-Netze InoReTex (www.inoretex.de) und VOBAtex (www.vobatex.net) sind überregionale Zusammenschlüsse von insgesamt 22 Unternehmen, die mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus Chemnitz, Greiz und Zwickau mit dem Ziel der Erschließung neuer Umsatzpotenziale zusammenarbeiten. Die von beiden Netzwerkmanagerinnen Steffi Volland und Kathrin Floß geschilderten Projekte, so die Entwicklung von innovativen Wand- und Deckensystemen zur Raumklimatisierung auf der Basis technischer Textilien, greifen die textile Tradition in der Region auf und verbinden sie mit neuesten Erkenntnissen aus Wissenschaft und Technik. Solche Vorhaben mit hoher Materialeinsparung und beträchtlichem Anwendernutzen stießen bei den Abgeordneten auf großes Interesse.

Alles fliest:  Heiz- bzw. Kühlschlangen in Textilien integriert (Foto: InnoMedia)

Die MdB würdigten zugleich mit Blick auf Wachstum und Arbeitsplätze die Bedeutung der Netzwerke für die westsächsische Industrieregion. Weil die NEMO-Förderung dem Vernehmen nach 2012 vorfristig auslaufen soll, wurde FDP-Bundestagsabgeordneter Joachim Günther gebeten, eine entsprechende Petition an seinen Parteifreund, Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler (FDP), zu übergeben. Das von beiden Netzwerkmanagerinnen unterzeichnete Schreiben drängt auf die Fortführung dieses Fördermoduls. „Dieses Instrument hat sich als hervorragendes Mittel  für kleine Unternehmen erwiesen, Innovationsprojekte im Verbund erfolgreich zu planen und umzusetzen  und so qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zu erhalten  bzw. neu zu schaffen“, heißt es darin.

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