Dortmund. Beim Autozulieferer Continental in Dortmund droht der Abbau von bis zu 600 Arbeitsplätzen. Entsprechende Pläne seien der Belegschaft am Dienstag auf einer Betriebsversammlung vorgestellt worden, sagte Unternehmenssprecherin Katja Mattl am Mittwoch. Grund für den Stellenabbau seien massive Auftragsverluste.

“Wettbewerber produzieren rund 20 Prozent günstiger als wir”, sagte Mattl der Nachrichtenagentur dapd. Dies liege daran, dass meist nicht mehr in Deutschland, sondern im Ausland produziert werde. Auch Continental will daher seine Tanksysteme künftig nicht mehr in Serie in Dortmund fertigen lassen.

Laut Unternehmen arbeiten derzeit noch über 1000 Menschen in dieser Sparte am Dortmunder Standort. Im schlimmsten Fall soll diese Belegschaft bis 2015 auf rund 450 Beschäftigte reduziert werden. Nach einem Bericht der “Marler Zeitung” wären zudem 170 Leiharbeiterjobs gefährdet.

Mattl betonte jedoch, dass das Unternehmen versuche, rund 630 Mitarbeiter zu halten. Dafür sei ein “Kompetenzzentrum” mit Entwicklungsabteilung und verkleinerter Produktion geplant. Dort sollen Produktionsprozesse getestet werden, bevor die Produkte in Serie gehen.

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