München. Die österreichische Finanzgruppe Hypo Alpe Adria sollte den Freistaat und die Bayerische Landesbank (BayernLB) nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwochausgabe) ursprünglich weit mehr kosten, als Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) letztendlich aushandelte. Die Österreicher wollten bei der Rettung der Kärntner Bank deren offenbar besonders marode Teile an die BayernLB abstoßen. Außerdem sollte die Landesbank fast 700 Millionen Euro mehr zahlen, als am Ende vereinbart wurde. Freistaat und BayernLB hätten dann knapp 4,4 statt 3,7 Milliarden Euro in Österreich verloren und außerdem noch für Risiken in Milliardenhöhe geradestehen müssen.

Das ist in Unterlagen der früheren Mitgesellschafter der Hypo Alpe Adria dokumentiert, wie die Zeitung berichtet. In diesen Papieren des Landes Kärnten und aus dem Versicherungskonzern Grazer Wechselseitige (Grawe) sei beschrieben, wie der österreichische Rettungsplan aussah und wie Freistaat und Landesbank darauf reagierten.

ddp/arh

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