Paris. Der französische Autokonzern Renault hat das Jahr 2009 mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 3,07 Milliarden Euro verbucht, wie Renault am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 599 Millionen Euro verdient hatte. Der Umsatz ging um 11 Prozent auf 33,71 Milliarden Euro zurück.

Der Konzern wurde 2009 nicht nur besonders vom Zusammenbruch der europäischen Fahrzeugmärkte betroffen, sondern verbuchte allein 1,56 Milliarden Euro Verlust aus seinen Beteiligungen am japanischen Produzenten Nissan und am Lkw-Hersteller Volvo. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit einem erneut um zehn Prozent schrumpfenden europäischen Fahrzeugmarkt.

Am Mittwoch hatte das Magazin «auto motor und sport» vorab aus seiner aktuellen Ausgabe berichtet, dass Daimler und Renault künftig den Nachfolger des Smart und des Renault Twingo auf der gleichen Plattform bauen wollten. Zusätzlich solle es je eine viertürige Variante des Smart und Renault geben. Daimler und Renault hatten auf Nachfrage Gespräche mit potenziellen Partnern bestätigt, wollten sich zu Details aber nicht äußern.

Angesprochen auf eine mögliche Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Automobilhersteller und anderen Wettbewerbern hielt sich Renault-CEO Carlos Ghosn am Donnerstag bedeckt. Renault-Nissan spreche mit vielen Wettbewerbern über verschiedene Projektideen. Näher erläutern wollte Ghosn das jedoch nicht.

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