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Der REFA-Arbeitsorganisator als Wegbereiter zur Industrie 4.0

Die Industrie 4.0 beeinflusst das Denken und Handeln in vielen Unternehmen: Sie verzahnt die Produktion durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien und realisiert durch digital vernetzte Systeme die smarte Fabrik. Soweit die Theorie. Doch oft ist Unternehmen nach wie vor nicht klar, welche Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, um den Wandel erfolgreich begehen zu können.

Treiber der sogenannten vierten industriellen Revolution ist die steigende Nachfrage nach kundenindividuellen Produkten sowie deren individueller Herstellung zu Kosten einer Massenfertigung. Um dies realisieren zu können, reicht der alleinige Einsatz von technologischen Lösungen nicht aus. Die gesamte Organisation ist darauf auszurichten – also auch die bisherigen Arbeitssysteme und Produktionsprozesse. Dies erfordert, dass alle Prozesse im Betriebsgeschehen anhand verlässlicher Angaben transparent gemacht werden. Diese Angaben liefert eine systematische Datenermittlung und -analyse mithilfe von allgemein anerkannten, etablierten Methoden.

REFA-Arbeitsorganisator: Lotse bei Optimierungsprozessen im Unternehmen

2022-02-14-REFA-Grundausbildung
Bildrechte: REFA AG

Das hierfür zum Einsatz kommende Methodenrepertoire ist Gegenstand der REFA-Grundausbildung 4.0 zum REFA-Arbeitsorganisator.

Basis dieser Weiterbildungsmaßnahme ist die Analyse von Unternehmensprozessen. Die grundlegenden Schritte Datenerhebung, -auswertung und -analyse werden ausführlich erläutert. Erarbeitet wird, wie mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse Schwachstellen auf Organisations- und Prozessebene identifiziert und Verbesserungspotenziale abgeleitet werden können. Ziel ist, die Abläufe effizienter zu gestalten und die Wertschöpfung zu optimieren. Dabei wird das Zusammenspiel aller beteiligten (Produktions-)Faktoren – Mensch, Maschine und Material – betrachtet.

„Die REFA-Grundausbildung hat mir noch einmal deutlich gemacht, wo Digitalisierung überall hineingreift und was man damit alles machen kann. Jetzt möchte ich auf die Möglichkeiten bei der Erhebung und Auswertung von Daten nicht mehr verzichten“, so Emanuele Bistocchi, Fertigungsleiter bei der TOPSTAR GmbH.

REFA-Grundausbildung 4.0: spezielle Angebote für spezielle Zielgruppen

Die REFA-Grundausbildung 4.0 ist abgestimmt auf unterschiedlich erfahrene Gruppen von Fach- und Führungskräften aus der Industrie. Das Angebot richtet sich an Hochschulabsolventen, Trainees, Techniker, Handwerks- und Industriemeister oder Fachkräfte aus der Produktion, Fertigungsplanung und Arbeitsvorbereitung, die ihre Basiskenntnisse auf den Gebieten Prozessdatenerhebung, -auswertung und -analyse sowie Prozessoptimierung erweitern wollen. Aber auch an erfahrene Anwender, die ihr Wissen noch einmal auffrischen möchten. Die Inhalte stimmen überein, werden aber je nach Zielgruppe in angepasster Form präsentiert und vermittelt.

So erinnert sich auch Emanuele Bistocchi: „Eigentlich wollte ich nur das Seminar REFA-Grundwissen für Führungskräfte absolvieren, um einen Einblick in die REFA-Methodenwelt zu erhalten und auch besser zu verstehen, was meine Mitarbeiter, wenn sie an der REFA-Grundausbildung teilnehmen, vermittelt bekommen.“ „Doch die drei Tage haben mich rundum überzeugt und Lust auf mehr gemacht, sodass ich im Nachgang an der kompletten vierwöchigen Ausbildung zum REFA-Arbeitsorganisator teilgenommen habe – und viele neue Erkenntnisse rund um die Prozessanalyse und -optimierung mit nach Hause nehmen konnte.“

Nachweis des erfolgreichen Abschlusses ist in allen Fällen der REFA-Grundschein, der in der Wirtschaft als Beleg für grundlegende Analyse-, Prozessoptimierungs- und Führungsfähigkeiten und für die Kenntnis der Basismethoden des Industrial Engineerings sehr geschätzt wird. Der Grund ist simpel: Die in der REFA-Grundausbildung 4.0 vermittelten Inhalte sind praxiserprobt und von hoher Relevanz, theoretisch fundiert und werden in einer Workshop-Woche „Hands-on“ noch vertieft. Außerdem ist der Abschluss vonseiten der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen, also den Tarifpartnern, offiziell anerkannt. Er steht für die Beherrschung der Instrumente zur Arbeitsgestaltung und Betriebsorganisation.

REFA-Weiterbildung: Win-Win-Situation für Unternehmen und Mitarbeiter

Fach- und Führungskräfte, Techniker, Meister sowie Absolventen von Hochschulen sind der Talentpool, aus dem ein Unternehmen schöpfen kann. Hier liegen die Potenziale, die entwickelt werden müssen, um langfristig auf einen hochqualifizierten Mitarbeiterstamm zurückgreifen zu können und die teure Suche nach Fachleuten auf einem leeren Arbeitsmarkt unnötig machen.

Arbeitgeber sollten sich daher als attraktive Marke positionieren und kommunizieren, welche Schritte sie unternehmen, um ihre Beschäftigten für sich zu begeistern und zu binden. Ein wichtiger Aspekt sind auf jeden Fall die Qualifizierungsmaßnahmen. Hier können Unternehmen punkten, wenn sie beispielsweise die Kosten für Fort- und Weiterbildungen übernehmen. Dabei werden sie auch vom Staat nicht allein gelassen: Bei vielen Qualifizierungsmaßnahmen winken steuerliche Vergünstigungen oder Beihilfen. Die Online-Variante der REFA-Grundausbildung 4.0 wird beispielsweise für Arbeitslose zu 100 Prozent vom Arbeitsamt gefördert.

Fachleute mit dem REFA-Grundschein in der Tasche sind in der Wirtschaft gesucht. Sie punkten mit dem Nachweis, die Basismethoden des Industrial Engineering zu beherrschen und sind somit für Unternehmen als Wegbereiter zur Industrie 4.0 interessant. Ein nächster Schritt für mehr Verantwortung.

„Die Arbeitswelt, ganz stark die produzierende Industrie, steckt in einem Veränderungsprozess. Die Ansprüche an Führungskräfte und Mitarbeiter in diesem Bereich steigen permanent“, sagt Emanuele Bistocchi. „Umso wichtiger ist es, sich den täglichen Herausforderungen gut gerüstet stellen zu können. Mit der REFA-Grundausbildung konnte ich mir hilfreiches Basiswissen im Industrial Engineering aneignen, mit dem ich die neuen Anforderungen, die die Industrie 4.0 mit sich bringt, einfacher und sorgfältiger bewältigen kann. Vor allem die gute Mischung aus Theorie und praktischen Beispielen sowie das Eingehen auf spezifische Fragen aus dem eigenen Betrieb durch äußerst angenehme und fachlich kompetente Dozenten haben mich überzeugt“, schließt der Fertigungsleiter bei der TOPSTAR GmbH.

REFA-Grundausbildung 4.0: Basis für weitere anerkannte Ausbildungen

„Die Grundausbildung von REFA gilt seit Jahrzehnten als Basis für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang“, so steht es im gemeinsamen Grußwort der Sozialpartner, das den Modulunterlagen der Ausbildung als Vorwort vorangestellt ist. Sie ist der Grundstock für einen ganzen Strauß von Fort- und Weiterbildungen. So ist es mit den erworbenen Kenntnissen nur noch ein kleiner Schritt zum REFA-Produktionsplaner oder REFA-Kostencontroller, die beide auch Bestandteile der anerkannten Ausbildung zum REFA-Techniker für Industrial Engineering sind.

Ob als Unternehmen oder als Privatperson: Wer sich entwickeln und gezielt in seine berufliche Zukunft investieren möchte, ist mit der REFA-Grundausbildung 4.0 bestens beraten.

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