Berlin. Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland setzt sich weiter fort. Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, stieg die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im März gegenüber dem Vormonat preis- und saisonbereinigt um 4,0 Prozent. Bankvolkswirte hatten lediglich einen Anstieg um 1,8 Prozent prognostiziert. Zugleich korrigierte das Ministerium seine Angaben für Februar auf minus 0,2 Prozent, nachdem es zunächst eine Stagnation ausgewiesen hatte.

Bereits am Donnerstag hatte das Ministerium mitgeteilt, dass die Bestellungen bei der deutschen Industrie im März kräftig zugelegt hatten. Auf Monatssicht habe das Plus preis- und saisonbereinigt 5,0 Prozent betragen, nachdem es im Februar noch stagnierte.

Zur Belebung der Produktion hätten den Angaben zufolge sowohl Nachholeffekte am Bau als auch eine spürbar anziehende Industrieproduktion beigetragen. Damit habe sich die Erholung auch für das gesamte erste Quartal fortgesetzt. Nach Ansicht des Ministeriums dürfte sie «angesichts der kräftigen Belebung der in- und ausländischen Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen in den kommenden Monaten weiter anhalten».

Einen ausgesprochen kräftigen Zuwachs verzeichnete im März den Angaben zufolge nach den witterungsbedingten Produktionsbehinderungen in den Wintermonaten die Erzeugung im Bauhauptgewerbe, die um 26,7 Prozent stieg. Die Industrieproduktion legte mit plus 3,4 Prozent ebenfalls deutlich zu.

Unterschieden nach industriellen Hauptgruppen kamen die maßgeblichen Produktionsimpulse von den Investitions- und Vorleistungsgüterproduzenten, die den Ausstoß um 4,4 und 3,5 Prozent erhöhten. Gleichzeitig wurden 1,7 Prozent mehr Konsumgüter hergestellt.

Im Zweimonatsvergleich Februar/März gegenüber Dezember/Januar nahm die Produktion den Angaben zufolge im Produzierenden Gewerbe preis- und saisonbereinigt um 1,8 Prozent zu. Im ersten Jahresviertel lag sie um 0,8 Prozent über dem Schlussquartal 2009.

Das Vorjahresniveau überschritt die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im Februar/März arbeitstäglich bereinigt um 7,1 Prozent.

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