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Praktiker verzeichnet deutliche Umsatzeinbußen

Minus vor allem in Deutschland

Kirkel. Der Baumarkt-Konzern Praktiker hat im vergangenen Jahr deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden nach vorläufigen Zahlen rund 3,45 Milliarden Euro eingenommen, das waren 5,9 Prozent weniger als 2009, wie der MDAX-Konzern am Donnerstag in Kirkel mitteilte. Grund dafür seien die Neuausrichtung der Marketingstrategie in Deutschland sowie Sparmaßnahmen der Regierungen in den für den Konzern wichtigsten Märkten Rumänien und Griechenland, die zu einer Einschränkung der verfügbaren Einkommen und damit auch der Nachfrage nach Baumarktartikeln geführt hätten.

Insbesondere auf dem deutschen Markt wurde mit einem Umsatz von 2,45 Milliarden Euro das Vorjahresergebnis um 6,3 Prozent deutlich verfehlt. Praktiker begründete dies damit, dass im Zuge der Neupositionierung die umsatztreibenden Rabattaktionen zugunsten besserer Rohertragsmargen weiter zurückgefahren wurden. Die 2007 übernommene Max-Bahr-Kette erzielte Einnahmen in Höhe von 685 Millionen Euro und blieb damit nahezu auf Vorjahresniveau.

Unternehmenschef Wolfgang Werner bezeichnete die Umsatzentwicklung als nicht zufriedenstellend. Im Ausland sei das gesamtwirtschaftliche Umfeld in den wichtigsten Ländern besonders schlecht gewesen. „Gleichwohl lässt der anhaltende konjunkturelle Aufwärtstrend in anderen osteuropäischen Märkten auf Sicht eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für unser gesamtes Auslandsgeschäft erwarten“, sagte Werner. In Deutschland sei überwiegend der Umsatz abgegeben worden, „der ohnehin nur wenig Ertrag gebracht hat“.

Der Praktiker-Konzern betrieb zum Ende des Geschäftsjahres 2010 nach eigenen Angaben 438 Märkte, einen weniger als im Vorjahr. In Deutschland reduzierte sich die Zahl von 335 auf 331 Märkte. Im Ausland erweiterte sich das Filialnetz im selben Zeitraum von 104 auf 107 Märkte.

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