Wiesbaden. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland liegt weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch vorläufig mitteilte, hatten in den ersten drei Monaten des Jahres rund 39,8 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Das waren 107 000 oder 0,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit hat sich der Personalabbau verlangsamt, nachdem im vierten Quartal 2009 die Zahl der Erwerbstätigen noch um 0,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen hatte.

Gegenüber dem Abschlussquartal 2009 sank die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Jahresviertel saisonal bedingt um 735 000. Nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen veränderte sie sich dagegen kaum.

Wie die Behörde weiter mitteilte, gab es im ersten Quartal im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) weiter große Beschäftigungsverluste. Hier sank die Zahl der Erwerbstätigen das fünfte Quartal in Folge. Auf Jahressicht belief sich das Minus auf 4,1 Prozent.

Als weiter krisenresistent erwiesen sich die Dienstleistungsbereiche, in denen die Zahl der Erwerbstätigen zwischen Januar und Ende März gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent zulegte. Im Baugewerbe setzte sich der seit dem zweiten Quartal 2009 zu beobachtende leichte Aufwärtstrend fort.

Laut den Statistikern resultiert der Rückgang der Erwerbstätigkeit allein aus der Abnahme der Zahl der Arbeitnehmer. Diese sank binnen Jahresfrist um 0,3 Prozent auf rund 35,5 Millionen. Weiterhin stützend wirkten die Kurzarbeit und die Zunahme der Teilzeitbeschäftigung. Hingegen wuchs die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger im Berichtsquartal leicht um 2000 Personen auf rund 4,4 Millionen.

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