Mit der Evolution und Entwicklung des Internet hat es der klassische Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt – also die jeweiligen Printausgaben der Verlage – nicht gerade einfach, da er seine Printausgaben, die bis dahin die gewohnte tägliche oder wöchentliche Informationsquelle für einen Großteil der Bevölkerung darstellten, nun auch einem wachsenden “Informationsmarkt” entgegenstellen musste, der durch die Plattform des Internet gegeben wurde. Mittlerweile sind die renommierten Verlage mit ihren Tageszeitungen und Zeitschriften auch als digitales Internetangebot vertreten, wobei es fraglich ist, ob die Informationsgabe via der Print- und Online-Ausgaben jeweils auch deckungsgleich ist.

Zunehmende Konkurrenz zwischen Print und Online

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Im Internet existieren diverse Plattformen, auf denen Sie sich über Wirtschaft, Finanzen, Wissenschaft und Co. informieren können. Diese Plattformen haben sich als Konkurrenz zu den klassischen Printausgaben entwickelt, wobei die renommierten Verlage selbst auch ihre Artikel auf ihren eigenen Plattformen anbieten. Die Verlage mussten mit ihren Printausgaben zu Beginn des Internetzeitalters zunächst immer mehr Einbußen hinnehmen, da die Menschen quasi kostenfrei ihre gewünschten Informationen im Internet beziehen konnten. Diese Informationen waren natürlich zunächst nicht deckungsgleich hinsichtlich der Qualität mit den journalistisch seriöseren Printausgaben, die weiterhin gegen Entgelt bezogen werden konnten. Mit der weiteren Verbreitung des Internet und auch der Gewohnheit in der Bevölkerung, im Internet “ihre Zeitung” oder auch ihre Nachrichten beziehen zu können, mussten die Verlage reagieren, da sie starke Umsatzeinbußen bei ihren klassischen Printmedien hinnehmen mussten. Sie entwickelten eigene Webseiten mit Beiträgen und Artikeln, die die Leser antreiben sollten, für mehr Informationsgabe die Printausgaben zu beziehen.



Enorme Vielfalt und starke Konkurrenz mittlerweile auch im Internet



Das Internet ist voll mit zahlreichen Plattformen, die über die aktuellen Geschehnisse auf der Welt informieren. Diese Plattformen haben sich als Konkurrenz zu den klassischen Printausgaben entwickelt, wobei Verlage für ihre jeweiligen Printprodukte (Spiegel, Fokus etc., aber natürlich auch Tageszeitungen) zunehmend professionelle Ausgaben im Internet entwickelt haben, bei denen die Leser für einen vollständigen Zugriff auf die Informationen inzwischen auch ein Entgelt bezahlen müssen – dies meistens in Form eines monatlichen Abonnements. Die Verlage mussten auf diese Weise dem Umstand Rechnung tragen, dass die Rezeptionsgewohnheiten der Bevölkerung sich immer mehr ins Internet verlagerten. Dennoch behielten die Verlage ihr Angebot an Printausgaben bei, womit sie sozusagen die Strategie verfolgen, beide Nutzertypen (also sowohl Print- als auch Online-Leser) zu erreichen – und somit dem Umstand Rechnung tragen müssen, dass neben der einstigen Konkurrenz im Printmarkt nun auch eine sehr starke Konkurrenz im Online-Bereich entstanden ist.

Existiert mittlerweile überhaupt noch eine solche Konkurrenz (Print vs. Online)?

Es stellt sich aufgrund der beschriebenen Entwicklungen die Frage, ob in der heutigen Zeit überhaupt noch eine echte Konkurrenz zwischen Print und Online besteht – beziehungsweise, ob diese Frage überhaupt in dieser Weise gestellt werden kann. Der Informationsmarkt im Bereich Online ist im Laufe der Jahre immer größer geworden, wohingegen der klassische Printmarkt sehr stark an Umsatz verloren hat. Gibt es in dieser Weise eigentlich noch einen heute und auch für die Zukunft wirklich interessierenden Markt an Lesern, der sich aufgrund von Preis, inhaltlicher Qualität oder Informationsbedürfnis zwischen Online und Print entscheiden muss? Wahrscheinlich ist dies zum Teil heute noch der Fall, doch die Gewohnheiten zur Informationsrezeption werden sich wohl noch weiter in Richtung Online entwickeln, sodass aufgrund demografischer Entwicklungen und Nutzungsgewohnheiten der Online-Markt für Zeitungen und Zeitschriften stetig weiter wachsen wird.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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