Jeder zehnte nicht ehrenamtlich Aktive in Deutschland ist bereit, eine Freiwilligentätigkeit aufzunehmen. Voraussetzung dafür ist, dass die Arbeit interessant ist und ihr Umfang selbst festgelegt werden kann, ergab eine von der Bundesregierung beauftragte Studie des Allensbach-Instituts. Mit 56% steht der Wunsch nach einer sinnvollen Tätigkeit an der Spitze, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit mit. Für die Studie wurden mehr als 1.500 Personen befragt.

Projekte für Groß und Klein Fotograf: VoluNation

Projekte für Groß und Klein
Fotograf: VoluNation

Zeitmangel und gesundheitliche Beeinträchtigungen zählen zu den wichtigsten Ursachen, die einer Freiwilligentätigkeit im Wege stehen. Ohne diese Hinderungsgründe wären 26% aller Personen ohne ehrenamtliche Tätigkeit bereit, sich zu engagieren.

Die Umfrage zeigt, dass mehrere Millionen Personen potenziell für Freiwilligenarbeit zur Verfügung stehen. Hierzu erklärt Heiner Häntze, Geschäftsführer von VoluNation: „In Deutschland engagieren sich bereits 23 Millionen Ehrenamtliche. Doch allein die Altersgruppe der 20- bis 65-Jährigen umfasst rund 50 Millionen Personen – die Freiwilligenreserve ist riesengroß.“

Die Ergebnisse der Studie geben Vereinen und Organisationen die Möglichkeit, um mögliche Freiwillige gezielter als bisher zu werben. Jeder vierte wünscht, persönlich angesprochen zu werden und lehnt eine langfristige Bindung ab. Eine höhere finanzielle Aufwandsentschädigung ist nur für 9% der Studienteilnehmer wichtig.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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