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Leipziger Messe weist Vorwürfe geschönter Gästezahlen zurück

Leipzig. Die Leipziger Messe hat Vorwürfe zurückgewiesen, ihr ehemaliger Geschäftsführer Wolfgang Marzin habe Besucherzahlen geschönt. Die «Bild»-Zeitung (Donnerstagausgabe) hatte unter Berufung auf einen Bericht der stadteigenen Prüfgesellschaft bbvl gemeldet, zur Games Convention Online (GCO) im Sommer 2009 seien lediglich 19 000 Besucher gekommen. Die Messe hatte aber von 43 000 Besuchern gesprochen.

Dazu erklärte das Unternehmen am Donnerstag in Leipzig, die Differenz ergebe sich aus den an der Tageskasse verkauften Karten und den Tickets, die Ausstellern und Partnern zur Verfügung gestellt worden seien. Die GCO sei als Erstveranstaltung in Leipzig stark gefördert worden. Sie war die Folgeveranstaltung der erfolgreichen, aber unter neuem Namen nach Köln abgewanderten Games Convention (GC).

Ferner teilte die Messe mit, dass man mit dem vom Aufsichtsrat geforderten neuen Konzept zur Kostenminimierung und Umsatzsteigerung bereits weit fortgeschritten sei. Das Strategiekonzept «Muster-Messe 2020» umfasse unter anderem den Ausbau und die Neuentwicklung von Messen, das Einwerben von Gastveranstaltungen und die Marktsondierung für den Kauf von Messeveranstaltungen. Zu dem kritisierten hohen öffentlichen Zuschuss von 13,1 Millionen Euro im vergangenen Jahr durch Stadt und Freistaat erklärte die Messe, mit dieser Summe seien auch Investitionen abgedeckt worden.

Laut Zeitung hatte die bbvl moniert, dass die Messe das Geschäftsjahr 2009 mit einem Minus von zwei Millionen Euro abgeschlossen habe – trotz des öffentlichen Zuschusses.

Marzin war von 2004 bis 2009 Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe. Im Herbst wurde sein eigentlich bis 2014 dauernder Vertrag aufgelöst, seit 1. April leitet Marzin die Messe in Frankfurt am Main.

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