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Knapp 400 Beschäftigte der EZB im Warnstreik

Frankfurt/Main (ddp.djn). Beschäftigte der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main haben am Mittwoch erstmals in der Geschichte der Institution ihre Arbeit niedergelegt. Die rund 400 Teilnehmer versammelten sich am Nachmittag vor dem Frankfurter Eurotower zu einem eineinhalbstündigen Warnstreik. Die Gewerkschaft IPSO (International and European Public) fordert für die rund 1500 EZB-Beschäftigten mehr betriebliche Mitsprache.

Die Mitglieder des EZB-Rats, der die Beschäftigungsbedingungen festlegt, würden nicht gewählt und seien daher nicht demokratisch legitimiert, kritisiert die Gewerkschaft. Entscheidungen würden nicht offen kommuniziert, Sitzungsprotokolle des Rates blieben geheim. Anlass des Streiks war die Kürzung der Pensionsansprüche der Mitarbeiter zum 1. Juni.

Die EZB-Führung zeigte wenig Verständnis für die Proteste der Mitarbeiter. Man habe sich dazu verpflichtet, der Personalvertretung umfassende Informationen zum frühestmöglichen Zeitpunkt zukommen zu lassen, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Damit sei die Möglichkeit zur Beeinflussung der Entscheidungsprozesse gegeben. Die Gehälter der Streikenden werden seinen Angaben zufolge um die Zeit des eineinhalbstündigen Arbeitsausfalls gekürzt.

Die Gewerkschaft IPSO vertritt eigenen Angaben zufolge rund 40 Prozent der EZB-Mitarbeiter.

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