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Kfz-Gutachter werden: Darauf muss man achten

Das Berufsbild des Kfz-Gutachters ist vielseitig und spannend. Wer in diesen Job einsteigen möchte, findet in diesem Ratgeber nützliche Informationen und Tipps zu den Job-Voraussetzungen.

Kfz-Gutachter: Berufsbild im Überblick

Ein Kfz-Gutachter kann Schäden an Fahrzeugen genau beziffern und Auskunft über notwendige Reparaturen, den Wiederbeschaffungswert sowie eigetretene Wertminderungen geben. Anhand seines Schadengutachtens nimmt die gegnerische Versicherung die Regulierung des Schadens vor. Neben Schadengutachten kann ein Kfz-Gutachter ebenso Wertgutachten erstellen.

Der attraktive Job des Kfz-Gutachters bietet viele Freiräume und selbstständiges Arbeiten. Auch ist er mit Verantwortung und verschiedenen Pflichten verbunden. Für die Tätigkeit als Kfz-Gutachter ist ein stark ausgeprägtes technisches Verständnis insbesondere der Fahrzeugtechnik erforderlich.

Um Kfz-Gutachter zu werden, sollte man bereits eine technische Ausbildung mit Meisterbrief oder ein ingenieurwissenschaftliches Studium absolviert haben. Bei der Einstiegsqualifikation zum Kfz-Gutachter werden folgende Berufe genannt:

  • Kfz-Meister / Techniker
  • Lackierer / Karosseriebauer (ggf. Meister)
  • Kfz-Techniker (staatlich geprüft)
  • B. Eng, Diplom Ingenieur in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik

Ist die Hürde der Einstiegsqualifikation geschafft, ist eine Weiterbildung erforderlich.

Die Aufgabenfelder eines Kfz-Gutachters

Zu den Hauptaufgaben des Kfz-Gutachters gehört die Begutachtung und professionelle Dokumentation von Kraftfahrzeugen. Dabei beurteilt er die Schadenhöhe, Schadenursachen, bestimmt den Wiederbeschaffungswert und erstellt abschließend ein Unfallgutachten. Auch ist er ständig im Austausch mit Kunden, Versicherungen und Werkstätten. Zudem kann er Wertgutachten beispielsweise für Oldtimer erstellen.

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Foto von Ocskay Mark.

Ein Kfz-Gutachter muss unabhängig und gewissenhaft arbeiten. Denn damit ein Gutachten aussagekräftig und belastbar ist, muss es im Detail nachprüfbar sein. Ein Gutachten kann auch vor Gericht der Beweissicherung dienen. Einen Kfz-Sachverständiger in Berlin findet man beispielsweise schnell übers Internet.

Auftraggeber des Kfz-Gutachters

Meist sind es Privatpersonen, die einen Kfz-Gutachter beauftragen. Sind diese nicht der Unfallverursacher, können sie einen Gutachter auf Kosten der gegnerischen Versicherung beauftragen. Ein Kfz-Gutachter erhält jedoch auch von folgenden Partnern Aufträge:

  • Rechtsanwälte
  • Versicherungen
  • Autohäuser
  • Kfz-Werkstätten
  • Autovermietungen
  • Leasinggesellschaften

Weiterbildung zum Kfz-Gutachter

Neben der Einstiegsqualifikation ist eine Weiterbildung zum Kfz-Gutachter notwendig. Zu den bekannten Anbietern dieser Weiterbildung zählen die DEKRA, der TÜV und die Industrie- und Handelskammer (IHK). Daneben gibt es noch eine ganze Reihe anderer Anbieter auf dem Markt.

Die Ausbildung wird als Präsenzunterricht oder auch als Fernstudium angeboten. Auch die Dauer fällt je nach Anbieter und Ausbildungsmodell unterschiedlich lang aus. Die Weiterbildung kann bei Vollzeit in wenigen Tagen oder nebenberuflich in mehreren Monaten abgeschlossen werden. Die Kosten bewegen sich in der Regel immer im vierstelligen Bereich.

Wichtig ist, dass die Ausbildung mit einer anerkannten Zertifizierung als Kfz-Gutachter endet. Dies ist auch für die eigene Vermarktung wichtig. Insbesondere der Berufsverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen (DGuSV) genießt bei potentiellen Auftraggebern einen sehr guten Ruf.

Mit der Qualifizierung als „Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger“ können Gutachter auch vor Gerichten aussagen.

Inhalte der Ausbildung

In der Ausbildung zum Kfz-Gutachter werden folgende Kenntnisse vermittelt:

  • Erstellung von Unfallgutachten und Wertgutachten
  • Fototechnische Grundlagen (Dokumentation)
  • Schadenaufnahme
  • Bewertung anhand Kalkulationsverfahren
  • Wiederbeschaffungs- / Restwertermittlung
  • Einführung in spezielle Software für Gutachter
  • versicherungstechnische und juristische Grundlagen
  • Einhaltung von gegnerischen Versicherungsdaten (In- und Ausland)
  • Grundlagen in Marketing und Buchhaltung

Bei bestandener Abschlussprüfung am Ende des Seminars erhält der Teilnehmer eine Bescheinigung in Form eines Zertifikats und Prüfungszeugnisses.

Fördermöglichkeiten für die Ausbildung

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Foto von Viacheslav Yakobchuk.

Da die Weiterbildung zum Kfz-Gutachter eine nicht unerhebliche Summe kostet, können je nach Bundesland verschiedene Förderprogramme wie zum Beispiel die Bildungsprämie, Bildungsgutschein oder Bildungsscheck genutzt werden, wodurch bis zu 50 % der Ausbildungskosten gefördert werden können.

Zusätzlich stehen folgende Fördermöglichkeiten zur Auswahl:

  • Europäischer Sozialfonds
  • Bildungsprämie und Weiterbildungssparen (bis zu 500 Euro)
  • WeGebAU Programm der Bundesagentur für Arbeit
  • Förderprogramme der KfW

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2 Kommentare

  1. Gut zu wissen, wie man KFZ Gutachter werden kann. Mein Sohn möchte gerne einer werden. Er wird sicherlich die besten KFZ Unfallgutachten machen.

  2. Mein Sohn hat lange überlegt Kfz-Gutachter zu werden. das hätte gut zu ihm gepasst. Diesen Beruf wird man auch in Zukunft noch brauchen.

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