Hamburg / Berlin – Die bevorstehenden Feiertage bringen auch auf dem Arbeitsmarkt Veränderungen: Wie die Metajobsuchmaschine Joblift herausfand, führte das Weihnachtsgeschäft in den letzten sechs Monaten zu 8.405 auf joblift.de ausgeschriebenen Stellen. Indirekt entstehen viele weitere Jobs, beispielsweise in der Lagerung und Zustellung von Paketen. Sonderzahlungen am Jahresende kurbeln den Konsum zusätzlich an – wobei sich insbesondere der Osten Deutschlands spendabel zeigt. Die einzige Ausnahme bildet Berlin: Die Arbeitgeber in der Hauptstadt scheinen fast dreimal weniger Weihnachtsgeld auszuzahlen als etwa solche in Thüringen.

Quelle: Joblift GmbH

Quelle: Joblift GmbH

Die meisten Weihnachtsmarktjobs werden in Köln, Hamburg und Erfurt vergeben

8.405 Anzeigen, die in den letzten sechs Monaten auf joblift.de veröffentlicht wurden, beziehen sich auf freie Stellen, die ausschließlich für das Weihnachts- beziehungsweise Wintergeschäft geschaffen wurden. Davon wurden alleine 1.342 in der Gastronomie und Hotellerie sowie 1.217 im Verkauf ausgeschrieben. Mit 1.038 Jobs entfällt ein nicht unerheblicher Anteil auf Aushilfskräfte für die rund 2.500 Weihnachtsmärkte, die es hierzulande gibt. Die Nachfrage nach Personal scheint in diesem Zusammenhang vor allem in Köln groß zu sein: 67 Personen wurden dort in diesem Jahr für den Verkauf von Glühwein und andere Hilfstätigkeiten gesucht. Darauf folgen die Weihnachtsmärkte in Hamburg mit 44 ausgeschriebene Stellen und Erfurt mit 39 Vakanzen. Auf Länderebene positioniert sich Nordrhein-Westfalen mit 198 Jobs auf Weihnachtsmärkten vor Baden-Württemberg mit 143 und Bayern mit 116 Stellen.

Die Nachfrage nach Paketzustellern verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr

Nicht nur der stationäre, sondern vor allem der Online-Handel floriert zu Weihnachten, so dass auch die Zahl der Brief- und Paketzusteller zu dieser Jahreszeit stets Zuwachs erfährt. Aktuell scheint der Bedarf jedoch besonders hoch zu sein: Im November 2016 wurden 1.586 Zulieferer auf joblift.de gesucht, während es im selben Monat des Vorjahres nur 866 waren. Und auch die Nachfrage nach Lager- und Logistikmitarbeiten fiel in diesem Jahr besonders hoch aus: Während im November des letzten Jahres 2.003 Stellenanzeigen in diesem Bereich veröffentlicht wurden, so waren es zwölf Monate später 3.069.

In den ehemals ostdeutschen Bundesländern wird 30 % häufiger Weihnachtsgeld gezahlt als im Rest der Republik

Von 8.009.448 Stellenanzeigen, die im Laufe des letzten Jahres auf joblift.de geschalten wurden, stellen 769.658, also rund 10 %, Weihnachtsgeld in Aussicht. Der Osten der Republik schneidet im bundesweiten Vergleich interessanterweise besonders gut ab, was diese Sonderzahlungen angeht: Im Durchschnitt bieten die ehemals ostdeutschen Bundesländer in 13 % ihrer Anzeigen Weihnachtsgeld, die westdeutschen nur in 10 %. An der Spitze liegen Thüringen und Schleswig-Holstein, die in 16 % ihrer Ausschreibungen Weihnachtsgeld anführen sowie Brandenburg (15 %). Den Abschluss bilden Bayern und das Saarland, hier enthalten lediglich 7 % der Jobanzeigen ein Extra-Gehalt zum Jahresende. Nur die deutsche Hauptstadt liegt noch weiter zurück: Hier dürfen sich Bewerber nur zu 6 % über ein Weihnachtsgeld freuen. Allerdings lässt sich nur eine Tendenz erkennen – einige Arbeitgeber weisen in ihren Ausschreibungen nicht explizit auf diese Zusatzleistung hin.

Quelle: Joblift GmbH

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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