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IWF hebt Wachstumsprognosen an

Washington. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im laufenden Jahr deutlich angehoben und rechnet für das kommende Jahr mit einer weiteren Wachstumszunahme. Wie der IWF in seinem am Dienstag veröffentlichten Prognose-Update zum Weltwirtschaftsausblick von Oktober 2009 mitteilte, erwartet der Fonds für 2010 einen Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,9 Prozent. Zuvor war eine um 3,1 Prozent höhere Weltwirtschaftsleistung prognostiziert worden. Für 2011 wird ein Wachstum der Weltwirtschaft um 4,3 Prozent erwartet.

Zu den entwickelten Industrieländern mit der deutlichsten Prognoseanhebung zählt Deutschland, für das nun ein BIP-Anstieg um 1,5 Prozent (zuvor: plus 0,3 Prozent) prognostiziert wird. Im Jahr 2011 soll die deutsche Wirtschaft demnach um 1,9 Prozent wachsen. Deutschland profitierte in den vergangenen Monaten besonders stark von der Wiederbelebung des Welthandels, für den der IWF seine Prognose ebenfalls deutlich erhöht hat.

Der IWF erwartet, dass die Wirtschaft in der Eurozone im laufenden Jahr nicht wie bislang prognostiziert um 0,3 Prozent, sondern um 1,0 Prozent zulegen wird. 2011 werde sich das Wachstum dann auf 1,6 Prozent belaufen.

Für die USA rechnet der IWF nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,7 Prozent (zuvor: 1,5 Prozent) im laufenden und um 2,4 Prozent im kommenden Jahr. Die BIP-Prognose für China hob der IWF auf 10,0 Prozent nach zuletzt 9,0 Prozent für 2010 an. Im kommenden Jahr werde ein Wachstum von 9,7 Prozent erwartet.

Wie der IWF in seinem Update weiter schreibt, sieht er die Notwendigkeit, die Weltwirtschaft besser auszubalancieren. Wo die Konjunkturerholung noch nicht richtig Fuß gefasst habe, sei eine expansive Politikausrichtung weiter angemessen.

ddp.djn/jwu/mbr

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