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Internationales Pilotprojekt für die Energiewende im Emsland

Haren (Ems) – Die Marien-Kindertagesstätte Erika-Altenberge in Haren ist ihrer Zeit voraus. Sie ist Teil des intelligenten Stromnetzes, das in Haren schon Realität ist. Mit intelligenter Technik von RWE beteiligt sich das Gebäude an der Stabilität im Stromnetz der Stadt. Die Kita ist so konzipiert, dass sie ihre eigene Energie produziert, speichert und bei Bedarf in das Strom-Verteilnetz abgibt. Heute wurde die Kita offiziell eröffnet. Dabei erläuterte Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG, die Bedeutung dieses Forschungsprojektes für die Energiewende: “Hier kommuniziert und speichert erstmals eine gesamte Gebäudetechnik mit dem öffentlichen Stromnetz. Das ist beispielgebend für die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland.”

Quellenangabe: "obs/RWE Deutschland AG/Joerg Mettlach"
Quellenangabe: “obs/RWE Deutschland AG/Joerg Mettlach”

Beim Neubau der Kindertagesstätte hat das Bauamt Haren mit Ingenieuren von RWE und Wissenschaftlern der Universität Twente zusammengearbeitet. Das Gebäude nutzt Erdwärme und eine Photovoltaik-Anlage zur Raumheizung und Warmwassererzeugung. Erstmals kommt eine völlig neue Technik der RWE Effizienz zum Einsatz. Der Home Energy Controller nutzt das Gebäude als Energiespeicher. Er basiert auf der intelligenten Haussteuerung RWE SmartHome. Der HEC wird die komplette Haustechnik der Kindertagesstätte so steuern, dass die Anlage dann Strom nutzt, wenn bei Sonnenschein in Haren besonders viel regenerativ erzeugte Energie zur Verfügung steht. Der Fußboden funktioniert als Wärmespeicher. Ein Stromspeicher der RWE Effizienz speichert den selbst erzeugten Strom, der dem Kindergarten so auch zur Verfügung steht, wenn die Sonne nicht scheint. So lässt sich möglichst viel lokal erzeugter Strom vor Ort nutzen. Das entlastet das Stromnetz im Emsland, in das bereits heute mehr als 900 dezentrale Erzeuger ihren Strom einspeisen.

Auch die Kinder und Eltern sind eingebunden. Sie erfahren über einen Info-Bildschirm, in welche Richtungen die Energie in ihrer Kita gerade fließt. Der Neubau der Kita wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert.

RWE setzt an vielen Orten in Niedersachsen intelligente Technik ein, um besonders die ländliche Region bei der Erreichung ihrer Energieziele zu unterstützen. Dr. Neuhaus erläuterte: “Wir bringen die Energiewende in Niedersachsen voran. Unter dem Titel Smart Stations machen wir besonders innovative Projekte in der Region sichtbar. Die Kita Haren ist dafür ein Beispiel.” Das Stromnetz vor den Türen der Kita ist heute schon intelligent. Mit Fördermitteln des BMWi wurde von RWE in Haren bereits eine Weitbereichsregelung aufgebaut, die die Spannung mithilfe dezentraler Messpunkte stabil hält.

Der Home Energy Controller ist schon jetzt so ausgelegt, dass er als Schaltstelle zwischen miteinander vernetzten Gebäuden und dem örtlichen Stromnetz den Stromfluss stabilisiert. Als Teil des Forschungsprojektes “Smart Operator” wird er später im bayerischen Wertachau in 250 Testhaushalten eingebaut. In diesem Projekt werden Stromnetze entwickelt, die von der Ortsnetzstation mit dem Smart Operator gesteuert werden. Er sorgt für sicheren Netzbetrieb durch Ausgleich der Netzlasten. So nutzt er die bestehende Netzinfrastruktur optimal aus.

Quelle: ots

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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