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Inlandsnachfrage stützt Wachstum im Auftaktquartal

Wiesbaden. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist zu Jahresbeginn vor allem von der Inlandsnachfrage gestützt worden. Dagegen wirkte der Außenhandel wegen der kräftig gestiegenen Einfuhren bremsend. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Januar und März gegenüber dem Vorquartal preis- und saisonbereinigt um 0,2 Prozent. Damit bestätigte die Behörde ihre vorläufigen Angaben vom 12. Mai.

Im Abschlussquartal 2009 war das BIP ebenfalls um 0,2 Prozent gestiegen. Laut den Statistikern hat sich damit die Aufwärtstendenz der Wirtschaft aus dem zweiten und dritten Quartal 2009 zwar leicht abgeschwächt, trotz des vergleichsweise harten und langen Winters aber weiter fortgesetzt.

Auf Jahressicht legte das BIP zwischen Januar und März um 1,7 Prozent zu. Kalenderbereinigt betrug der Zuwachs 1,6 Prozent. Im Schlussquartal 2009 hatte noch ein unbereinigtes Minus von 1,5 Prozent zu Buche gestanden.

Wachstumsimpulse kamen im Auftaktquartal unter anderem von den Exporten, die real um 2,6 Prozent zulegten. Da zugleich aber die Importe um 6,1 Prozent stiegen, bremste der Außenhandel mit einem negativen Wachstumsbeitrag.

Die inländische Verwendung, die um 1,4 Prozent anzog, konnte das Minus des Außenbeitrags jedoch ausgleichen. Demnach legten die Ausrüstungsinvestitionen um 1,6 Prozent zu. Zusammen mit dem kräftigen Vorratsaufbau wurde zudem auch der Rückgang der Bauinvestitionen mehr als ausgeglichen. Zugleich sanken die privaten Konsumausgaben um 0,8 Prozent. Demgegenüber stieg der Staatskonsum um 1,1 Prozent.

Den weiteren Angaben zufolge wurde die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal von 39,8 Millionen Erwerbstätigen erbracht, 107 000 weniger als ein Jahr zuvor.

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