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Hotelgewerbe verzeichnet Umsatzeinbußen

Berlin. Das deutsche Hotelgewerbe hat im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Wie Fritz Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA), am Donnerstag mitteilte, sanken die Erlöse auf Jahressicht bereinigt um 8,1 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. Insbesondere bei den Geschäftsreisen habe es starke Einbrüche gegeben. Damit hätten die Hotels anders als in den Vorjahren höhere Einbußen als die gastronomischen Betriebe hinnehmen müssen.

Vor diesem Hintergrund sei die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zu Jahresbeginn «genau zur richtigen Zeit» gekommen, sagte Dreesen. Zugleich verwies er auf eine Verbandsumfrage, derzufolge sich für 2010 durch die Senkung des Mehrwertsteuersatzes ein zusätzliches Investitionsvolumen von etwa 330 Millionen Euro ergebe. Zudem würden bis zu 1600 neue Jobs entstehen.

Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einem Anstieg der Übernachtungszahlen um zwei Prozent. Bereits im Januar und Februar hatten die Übernachtungszahlen nach vorläufigen Berechnungen zwei Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Wie es unter Berufung auf den Hotelbetriebsvergleich von STR Global weiter hieß, sank die durchschnittliche Zimmerauslastung 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf 60,2 Prozent. Zugleich fielen die Netto-Zimmerpreise im Bundesschnitt von 85 auf 80 Euro. Vor allem Flughafenhotels und höherpreisige Häuser hätten Preisrückgänge um 13,0 und 10,4 Prozent hinnehmen müssen.

Insgesamt sank die Zahl der Übernachtungen in der Hotellerie laut Statistischem Bundesamt um 1,5 Prozent auf 216,2 Millionen.

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