Bonn. Etwa jeder fünfte Auszubildende bricht seine Ausbildung ab. Häufig ist fachliche Überforderung im Lehrberuf der Grund. Bevor Azubis «hinschmeißen», sollten sie sich jedoch an «VerA» wenden. Die Abkürzung steht für die «Initiative zur Verhinderung von Abbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Berufsausbildung durch Ausbildungsbegleiter des Senior Expert Service (SES)». Die Initiative wird vom Bundesbildungsministerium gefördert.

Die ehrenamtlichen Ausbildungsbegleiter können beispielsweise fachliche Fragen beantworten und Übungen für die Berufspraxis begleiten. Sie helfen auf Wunsch bei der Prüfungsvorbereitung, kümmern sich um den Ausgleich sprachlicher Defizite, fördern die soziale Kompetenz und Lernmotivation und stärken das Vertrauensverhältnis zwischen Azubi und Ausbilder. Die Ausbildungsbegleiter werden nach Angaben des SES auf ihre Aufgabe konkret vorbereitet und bringen Fachwissen aus Industrie, Handwerk und vielen technischen, kaufmännischen und sozialen Berufen mit.

Wer Rat und Hilfe von einem Senior-Experten sucht, kann sich direkt an den SES wenden und auf der Internetseite ein Anforderungsformular ausfüllen. Eine VerA-Begleitung ist für den Auszubildenden und den Ausbildungsbetrieb kostenlos. Sie läuft zunächst über maximal zwölf Monate, kann aber bis zum Abschluss der Lehre verlängert werden. Die Ziele der Ausbildungsbegleitung legen die Senior-Experten und Jugendlichen im Einzelfall und zusammen fest. Lässt sich ein Abbruch der Ausbildung nicht vermeiden, helfen die Experten auch bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz.

(VerA im Internet: ses-bonn.de/was-tun-wir/vera.html)

Freie Lehrstellen im Internet:

www.azubistar.de

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