Berlin. Die deutsche Entsorgungswirtschaft hat die konjunkturelle Talsohle offenbar durchschritten. Das belegten positive Trends bei Umsätzen, Arbeitsplätzen und Investitionen, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), Peter Kurth, am Sonntag in Berlin.

Kurth bezog sich auf eine BDE-Umfrage, der zufolge die große Mehrheit der deutschen Entsorgungsunternehmen zwar weiter die Folgen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise spürt und die Stimmung überwiegend gedrückt ist, die Umsatzprognosen für dieses Jahr aber besser ausfallen als 2009. Während im vergangenen Jahr 60 Prozent der Unternehmen rückläufige Umsätze beklagt hätten, seien es in diesem Jahr nur noch 26 Prozent. 31 Prozent der Unternehmen hofften 2010 auf wachsende Umsätze. Im Vorjahr hätten lediglich 26 Prozent der Betriebe gestiegene Umsätze gemeldet. 43 Prozent der Unternehmen erwarteten stagnierende Umsätze.

Knapp jedes dritte Unternehmen will laut BDE in diesem Jahr wieder stärker investieren als noch im Vorjahr. Nur jedes fünfte plane im Vergleich zum Vorjahr sinkende Investitionen. Die grundsätzlich leicht positive Entwicklung der Branche wirke sich stabilisierend auf die Arbeitsmarktsituation aus, erklärte der Verband. 16 Prozent der Unternehmen wollten im laufenden Jahr neues Personal einstellen. 57 Prozent wollten die Zahl ihrer Mitarbeiter stabil halten, und 28 Prozent der Betriebe trügen sich mit dem Gedanken, die Belegschaften weiter auszudünnen. 2009 hätten 47 Prozent der Unternehmen einen Arbeitsplatzabbau gemeldet.

Der BDE ist mit rund 750 Mitgliedsunternehmen nach eigenen Angaben die stärkste Vereinigung der deutschen Entsorgungsbranche.

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