Berlin (ddp.djn). Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) befürchtet bei weiterhin sinkenden Erlösen von Hoteliers und Gastronomen bis zu 100 000 Entlassungen in diesem Jahr. Zwar sei die Entwicklung schwer zu beurteilen, jedoch halte er diese Zahl für «realistisch», sagte Dehoga-Präsident Ernst Fischer auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes. Schließlich erwarte jeder zweite Unternehmer im Sommer schlechtere Umsätze als im Vorjahr.

«Uns geht es immer so gut wie unseren Gästen», erklärte Fischer. Wenn «Firmen wie Verbraucher auf die Sparbremse» drückten, merke das das Gastgewerbe. Die Übernachtungszahlen vor allem bei Geschäftsreisen und im Tagungstourismus gingen rapide zurück. Die Hotels in den Großstädten sowie im hochklassigen Segment seien am stärksten betroffen. Gastwirte, Kantinen und Caterer litten vor allem unter den rückläufigen Firmenveranstaltungen und Geschäftsessen.

Laut Fischer haben mehr als 54 Prozent der Hoteliers von Oktober 2008 bis März 2009 weniger als im Vorjahreszeitraum umgesetzt. Damals war es nur knapp ein Drittel gewesen. Das Gastgewerbe verzeichnete im ersten Quartal des laufenden Jahres ein nominales Umsatzminus von 4,7 Prozent. Real sind es laut Statistischem Bundesamt 6,9 Prozent gewesen. Das entspricht den schlechtesten Dreimonatszahlen seit 2003.

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