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DIHK erwartet Trendwende am Arbeitsmarkt im zweiten Halbjahr

Berlin. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet angesichts der leichten konjunkturellen Erholung, dass es noch in diesem Jahr eine Trendwende am Arbeitsmarkt in Deutschland geben wird. «Die Beschäftigungspläne der Unternehmen liegen zwar noch im negativen Bereich, haben sich aber innerhalb weniger Monate deutlich verbessert», sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier der «Berliner Zeitung» (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. «Das macht Hoffnung, dass wir schon im zweiten Halbjahr die Kehrtwende am Arbeitsmarkt erleben.» Dann werde der Beschäftigungsaufbau den Stellenabbau wohl wieder ausgleichen.

Treier sagte, er gehe davon aus, dass die Unternehmen die meisten ihrer Mitarbeiter trotz der Krise mit der Hoffnung in der Firma halten, dass die höheren Auftragseingänge ein fester Trend werden. Außerdem seien die Unternehmen dabei, sich in Branchen wie erneuerbare Energien neue Standbeine zu schaffen, um dort von weltweiten Trends zu profitieren. Das gehe aber nur mit einem Stamm von Facharbeitern. «Wenn die Konjunktur auf den Weltmärkten wieder stärker anzieht, dürften die deutschen Firmen mit als erste daran teilhaben», sagte der Volkswirt voraus.

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für 2010 im Jahresdurchschnitt einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf Werte zwischen 3,6 und knapp vier Millionen. Der DIHK geht von 3,9 Millionen aus. Die Bundesagentur für Arbeit hatte am Dienstag die durchschnittliche Erwerbslosenzahl für 2009 mit 3,42 Millionen angegeben, das waren 155 000 mehr als im Vorjahr.

ddp.djn/roy

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