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Idiotentest bestehen: So geht’s!

Der Entzug der Fahrerlaubnis kann für Betroffene weitreichende persönliche Folgen haben, bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes. Wenn eine MPU ansteht, sollte man sich darauf frühzeitig vorbereiten, um seine Erfolgschancen zu erhöhen. Wie man so einen Idiotentest bestehen kann, ist Inhalt dieses Ratgebers.

Das Thema medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) ist mit vielen Gerüchten und Halbwahrheiten behaftet. Doch wer sich gut auf so eine Untersuchung vorbereitet und sich mit der persönlichen Situation gründlich beschäftigt hat, hat gute Chancen eine MPU zu bestehen.

Die richtige Vorbereitung einer MPU

Eine MPU ist immer mit einer persönlichen Geschichte verbunden, die im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung der MPU individuell aufgearbeitet werden muss. Somit können die hier aufgeführten allgemeinen Tipps und Ratschläge keine qualifizierte Vorbereitung und umfassende Beratung einer MPU ersetzen. Denn anders als viele glauben, müssen bei einer MPU keine Antworten wie beispielsweise bei einem Führerschein auswendig gelernt werden. Der Gutachter möchte vor allem sehen, dass eine grundlegende Einstellungs- und Verhaltensänderung eingetreten ist, wodurch er davon ausgehen kann, dass die Rückfallgefahr in erheblichem Maße reduziert ist.

Spätestens mit der Verurteilung steht fest, dass eine MPU absolviert werden muss, um die Fahrerlaubnis wieder zu erhalten. Man sollte jedoch so früh wie möglich mit der Vorbereitung auf die Untersuchung beginnen. Wer früh damit beginnt, verbessert seine Erfolgschancen. Wer hingegen zu lange wartet, wird unter Umständen Schwierigkeiten haben, eine Verhaltensveränderung glaubwürdig darzulegen. Dann helfen auch die besten Vorsätze beim Termin nicht weiter. Zu einer guten Vorbereitung gehört in der Regel eine seriöse verkehrspsychologische Beratung.

Vorsicht vor unseriösen Anbietern

Es gibt viele unseriöse Anbieter, die eine schnelle Lösung mit Erfolgsgarantie versprechen. Eine solche Abkürzung gibt es jedoch nicht. Hingegen können kostenlose Informationsveranstaltungen seriöser Institutionen dienlich sein, die einen Überblick über entsprechende Kurse und Hilfsangebote geben.

Für die unterschiedlichen Gründe, die zum Verlust eines Führerscheins geführt haben, gibt es auch unterschiedliche Lösungen für eine MPU Vorbereitung. Auch die finanziellen Möglichkeiten entscheiden darüber, ob man als Betroffener einen Kurs in der Gruppe macht oder lieber Einzelstunden bei einem Verkehrspsychologen nimmt. Eine umfassende Vorbereitung ist jedoch nicht billig. Das investierte Geld für eine fundierte Vorbereitung zahlt sich am Ende aber aus. Einige Fehlversuche sind weitaus teurer als eine qualifizierte Vorbereitung.

Wann muss man zur MPU?

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Foto von littlewolf1989 / stock.adobe.com

Zur MPU muss, wer betrunken mit einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 1,6 oder höher ein Fahrzeug führt, dazu zählt auch das Fahrrad. Zur eigenen Sicherheit sollte das Thema bereits ab 1,1 aktiv geklärt werden. Falls es schon früher eine Ordnungswidrigkeit aufgrund einer Alkoholfahrt oder einer Fahrt unter Drogen gab, oder eine Fahrerlaubnisentziehung wegen Punkten droht, gibt es ebenso einen Anlass für eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema MPU.

Wie kann ein Verkehrspsychologe helfen?

Ein qualifizierter verkehrspsychologischer Berater kann den Einzelfall mit dem Betroffenen für eine erfolgreiche Begutachtung aufarbeiten. Eine erste Beratung bei einem Verkehrspsychologen ist immer ratsam. Auch wenn der selbst beauftragte Psychologe nicht selbst die Begutachtung vornehmen darf, da Interessenskonflikte vermieden werden sollen, kann er die Fragestellungen der MPU zielgerichtet behandeln.

Auch bei den kostenlosen Informationsabenden, die von anerkannten Beratungsstellen angeboten werden, kann man einen guten Einstieg in das Thema MPU finden.

Danach können weitere kostenpflichtige Einzelberatungsgespräche beim Verkehrspsychologen folgen. Einzelsitzungen haben den Vorteil, dass sehr individuell auf die Geschichte des Betroffenen eingegangen werden kann. Eine Stunde beim Psychologen kosten etwa 130 Euro. Wie viele Sitzungen notwendig sind, ist einzelfallabhängig. Wer sich vielleicht auch aus Kostengründen für Gruppenkurse entscheidet, kann auch hier jederzeit bei fortlaufenden Kursen zum Thema MPU mit Alkohol, Drogen oder Punkte einsteigen. Ein Kurs mit 18 Sitzungen kostet etwa 500 bis 600 Euro.

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