Duisburg. Deutsche Autobauer sind bei Rabatten an private Autokäufer zurückhaltender als Importeure. Im Juni haben die deutschen Hersteller bei offenen Aktionen im Durchschnitt Nachlässe in Höhe von 8,9 Prozent ausgelobt, während dieser Wert bei den Importeuren mit 12,3 Prozent um 3,4 Prozentpunkte höher ausfällt, wie das Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen am Freitag mitteilte.

Die deutschen Autobauer gäben eher «verdeckte» Preisvorteile, die etwa an den Rabatten bei Internet-Vermittlern oder taktischen Zulassungen sichtbar würden. Sie achteten damit stärker auf die öffentliche Wahrnehmung von Nachlässen. Die Importeure seien damit eher Treiber im Rabattgeschehen im deutschen Automarkt, sagte CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer.

Offene Aktionen sind laut CAR alle direkt von den Autobauern offiziell beworbenen Aktionen wie Sondermodelle, Sonderzinsen, Barrabatte, Eintauschprämien oder Tankgutscheine, die bundesweit angeboten werden. Bei den offenen Aktionen sind die vom einzelnen Händler dem Kunden zusätzlich eingeräumten Preisnachlässe, etwa in Form eines Barnachlasses oder einer Tageszulassung, nicht enthalten. Die offenen Aktionen werden seit gut drei Jahren monatlich vom CAR ausgewertet.

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