Stuttgart. Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler will seine Produktion auf dem boomenden brasilianischen Markt weiter ausbauen. Nur einige Wochen, nachdem die Stuttgarter den Ausbau des Werkes in São Bernardo do Campo bei São Paulo bekannt gegeben haben, teilte der DAX-Konzern am Montag mit, künftig auch im Pkw-Werk Juiz de Fora Lkw und Busse herzustellen.

Ab 2011 sollen in dem Werk, in dem seit 1999 das Sportcoupé CLC montiert wird, auch Nutzfahrzeuge von Mercedes-Benz gebaut werden. Details zur geplanten Kapazitätsausweitung können nach Unternehmensangaben noch nicht genannt werden, da die Gespräche mit den Beteiligten noch laufen.

Erst Anfang des Monats hatte Daimler angekündigt, die Produktion von Bussen und Nutzfahrzeugen am größten Standort außerhalb Europas, dem Werk in São Bernardo do Campo bei São Paulo, bis 2012 um 15 Prozent auf 75 000 Einheiten auszuweiten. Dazu erhielt der DAX-Konzern einen Kredit von der staatlichen brasilianischen Förderbank BNDES über umgerechnet rund 460 Millionen Euro.

Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller will seine Spitzenposition durch eine Ausweitung des Engagements auf den wichtigen Wachstumsmärkten in Brasilien, China, Indien und Russland verteidigen. Im vergangenen Jahr konnte der Branchenprimus die Führung zwar verteidigen, der chinesische Konkurrent FAW rückte den Stuttgartern aber ein gutes Stück näher.

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