Frankfurt/Main. Die Commerzbank hat das vergangene Jahr tief in den roten Zahlen beendet. Wie das Finanzinstitut, an dem der Bund mit rund einem Viertel beteiligt ist, am Dienstag mitteilte, verbesserte sich das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter binnen Jahresfrist jedoch von minus 6,5 Milliarden auf minus 4,5 Milliarden Euro. Darin enthalten seien 1,9 Milliarden Euro als Aufwendungen für die Integration der Dresdner Bank sowie Abschreibungen in Höhe von 768 Millionen Euro.

Wie die Bank weiter mitteilte, stieg das operative Ergebnis gegenüber 2008 von minus 5,4 Milliarden auf minus 2,3 Milliarden Euro. Die Risikovorsorge bezifferte die Bank mit 4,2 Milliarden Euro. Insgesamt beliefen sich die Belastungen aus der Finanzmarktkrise auf 5,3 Milliarden Euro.

Vorstandschef Martin Blessing bezeichnete das Ergebnis als unbefriedigend. Allerdings seien die Folgen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise noch nicht vorüber. Ferner sei 2009 bereits ein Großteil des Aufwands für die Restrukturierung und Integration der Dresdner Bank verbucht worden.

Für das laufende Jahr rechnet Blessing mit einem operativ positiven Ergebnis. Unter dem Strich werde der gesamte Konzern nur schwarze Zahlen erwirtschaften, sofern die Entwicklung der Konjunktur und der Finanzmärkte in 2010 sehr positiv verlaufen werde. 2010 sei operativ erfreulich angelaufen, sagte er. Spätestens 2011 will die Bank wieder einen Gewinn erzielen.

Insgesamt reduzierte die Bank im vergangenen Jahr den weiteren Angaben zufolge ihre Bilanzsumme um 19 Prozent auf 844 Milliarden Euro. Damit seien entsprechende EU-Auflage drei Jahre früher als geplant erreicht worden. Die Kernkapitalquote habe Ende 2009 bei 10,5 Prozent gelegen.

Insgesamt betreute die Commerzbank Ende 2009 knapp 15 Millionen Kunden.

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